Das diplomatische Dilemma von König Charles: Umgang mit Trumps spaltender Persönlichkeit

Während sich der König auf den Besuch des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump vorbereitet, muss er sorgfältig überlegen, wie er mit der umstrittenen Persönlichkeit umgehen und den Staatsbesuch auf Kurs halten will.
Während der frühere US-Präsident Donald Trump sich weiterhin als Jesu Christus-ähnliche Figur darstellt und jeden von Keir Starmer bis zum Papst beleidigt, steht König Charles vor einer heiklen diplomatischen Herausforderung, seinen bevorstehenden Staatsbesuch auf Kurs zu halten.
Die bisherigen Erfahrungen des Königs mit US-Präsidenten verliefen nicht immer reibungslos. Während eines Besuchs bei Präsident Nixon als junger Mann im Jahr 1970 rollten Beamte wiederholt Nixons Tochter Tricia neben den damaligen Prinz Charles, scheinbar als symbolische Geste, da beide damals Singles waren. Dieser primitive Versuch der Optik stieß bei dem jungen König wahrscheinlich auf Missachtung, da er verstand, dass Tricia eine Person und keine bewegliche Sache war.
Elf Jahre später, während eines Besuchs bei Präsident Reagan, wurde Charles eine Tasse Tee mit der Tüte darin gereicht, sodass er nicht wusste, wo er den beleidigenden Gegenstand hinstellen sollte. Reagan war über den Vorfall beschämt und erinnerte sich noch viele Jahre lang daran. Während man darüber streiten könnte, wer mehr Schuld trug, der Teebringer oder Charles selbst, machte die Episode deutlich, wie heikel diese hochrangigen diplomatischen Begegnungen sind.
Quelle: The Guardian


