Kurden an der rauen Grenze des Iran wollen sich dem Kampf gegen Teheran anschließen

Iranisch-kurdische Kämpfer trainieren im Irak und bereiten sich auf den Kampf gegen die iranische Regierung vor. Entdecken Sie ihre Beweggründe und die komplexe geopolitische Situation an dieser rauen Grenze.
Entlang der zerklüfteten Grenze zwischen Iran und Irak trainiert eine Gruppe iranisch-kurdischer Kämpfer in den Bergen und wartet sehnsüchtig auf ihre Chance, sich dem Kampf gegen die iranische Regierung anzuschließen. Diese kurdischen Männer und Frauen haben jahrelang ihre Fähigkeiten verfeinert und sind entschlossen, eine Rolle im anhaltenden Kampf um kurdische Autonomie und Rechte im Iran zu spielen.
Die kurdischen Kämpfer, Teil einer bewaffneten Gruppe namens „Partei des freien Lebens Kurdistans“ (PJAK), sind ein entscheidender Bestandteil der breiteren kurdischen Widerstandsbewegung, die seit Jahrzehnten an einem Aufstand auf niedriger Ebene gegen die iranische Regierung beteiligt ist. Von ihrer Basis in den Bergregionen des benachbarten Irak aus überqueren sie die Grenze, um Razzien und Angriffe gegen iranische Sicherheitskräfte und Infrastruktur durchzuführen.
Die kurdischen Kämpfer werden von einem tiefen Gefühl des kurdischen Nationalismus und dem Wunsch nach mehr Autonomie und Rechten innerhalb des iranischen Systems angetrieben. Viele von ihnen haben die Unterdrückung und Diskriminierung, der Kurden im Iran ausgesetzt sind, aus erster Hand erlebt, wobei die Regierung oft hart gegen kurdische kulturelle und politische Aktivitäten vorgeht.
„Wir kämpfen für die Rechte unseres Volkes, für die Freiheit unseres Landes“, sagte Zana, eine kurdische Kämpferin, die seit mehreren Jahren bei PJAK trainiert. „Wir werden nicht aufhören, bis wir unsere Ziele erreicht haben, egal wie lange es dauert.“
Der Konflikt zwischen den kurdischen Kämpfern und der iranischen Regierung ist Teil eines größeren geopolitischen Kampfes in der Region. Iran, ein überwiegend schiitisch-muslimisches Land, ist seit langem misstrauisch gegenüber der kurdischen Minderheit, die größtenteils aus sunnitischen Muslimen besteht, und versucht, jegliche Anzeichen von kurdischem Nationalismus oder Separatismus zu unterdrücken.
Die Präsenz kurdischer bewaffneter Gruppen wie der PJAK an den Grenzen des Iran trägt ebenfalls zu den Spannungen bei, da die iranische Regierung sie als Bedrohung ihrer territorialen Integrität und Sicherheit ansieht. Als Reaktion darauf hat der Iran seine Militärpräsenz entlang der Grenze verstärkt und grenzüberschreitende Operationen gegen kurdische Kämpfer durchgeführt.
Für die kurdischen Kämpfer ist der Kampf sowohl persönlicher als auch politischer Natur. Sie werden von dem Wunsch angetrieben, ihre kurdische Identität zu verteidigen und ihrem Volk im Iran mehr Rechte und Autonomie zu sichern. Sie sehen ihren Kampf aber auch als Teil eines größeren regionalen Konflikts, in dem Kurden gegen die Regierungen des Iran, der Türkei und Syriens antreten, die allesamt über einen bedeutenden kurdischen Bevölkerungsanteil verfügen.
„Wir kämpfen nicht nur für uns selbst“, sagte Zana. „Wir kämpfen für alle Kurden, für unser Volk in der gesamten Region. Wir werden nicht nachgeben, bis unsere Forderungen erfüllt sind.“
Quelle: The New York Times


