Labour-Abgeordneter erhielt im Zuge der Spionageermittlungen in China eine Spende von der Firma seines Mannes

Joani Reid, die nach der Verhaftung ihres Mannes aus der Labour-Partei ausschied, hatte zuvor eine Spende in Höhe von 2.400 Pfund von seinem Lobbyunternehmen Earthcott Ltd. erhalten.
Joani Reid, die Labour-Abgeordnete, die letzte Woche von ihrem Posten zurücktrat, nachdem ihr Mann wegen des Verdachts der Spionage für China verhaftet worden war, hatte bereits im Monat zuvor eine Spende in Höhe von 2.400 Pfund von seinem Unternehmen erhalten, wie sich herausstellte.
Reid, die sagte, sie sei nicht an den geschäftlichen Aktivitäten ihres Mannes David Taylor beteiligt gewesen, erklärte die Spende im Jahr 2016 Februar für eine Medienschulung bei Earthcott Ltd, dem Lobbyunternehmen, das er leitet.
Die Enthüllung erfolgt, während die Anti-Terror-Polizei weiterhin den mutmaßlichen Spionagefall untersucht, der ein Schlaglicht auf die potenziellen nationalen Sicherheitsrisiken geworfen hat, die von ausländischen Einflussoperationen gegen britische Beamte und ihre Familien ausgehen. 
In ihrer Erklärung letzte Woche behauptete Reid, sie wisse nichts von den angeblichen Aktivitäten ihres Mannes und bestand darauf, dass sie an seinen Geschäftsbeziehungen nicht beteiligt gewesen sei. Die Spende seiner Firma nur wenige Wochen vor seiner Verhaftung hat jedoch weitere Fragen über den Umfang ihres Wissens und ihrer Beteiligung aufgeworfen.
Earthcott Ltd, das sich selbst als strategische Kommunikationsberatung bezeichnet, hat zuvor mit chinesischen Staatsunternehmen zusammengearbeitet, was Bedenken nährt, dass die Firma möglicherweise als Vermittler für Pekings Spionagerekrutierer missbraucht wurde.
Der Fall hat ein Licht auf die potenzielle Anfälligkeit von Gesetzgebern und ihren Familien gegenüber ausländischer Einmischung geworfen. Sicherheitsexperten warnten, dass Spione es häufig auf Verwandte abgesehen haben, um Druck auf Beamte auszuüben. Insbesondere China wurde vorgeworfen, solche Einflussoperationen im Großbritannien und anderen westlichen Demokratien aggressiv zu verfolgen.
Während die Ermittlungen andauern, sieht sich Reid zunehmendem Druck ausgesetzt, mehr Details über ihr Wissen und ihre Rolle, wenn überhaupt, bei den mutmaßlichen Aktivitäten ihres Mannes preiszugeben. Die politischen Folgen könnten erhebliche Auswirkungen auf ihre parlamentarische Karriere und das allgemeine Vertrauen in die Regierung haben.


