Lafarge wird wegen Terrorismusfinanzierung im Syrienkonflikt angeklagt

Ein französisches Gericht hat den Zementriesen Lafarge für schuldig befunden, während des syrischen Bürgerkriegs bewaffnete Gruppen finanziert zu haben, und wirft damit Licht auf die umstrittenen Aktivitäten des Unternehmens in dem vom Krieg zerrütteten Land.
In einem wegweisenden Urteil hat ein französisches Gericht den multinationalen Zementkonzern Lafarge für schuldig befunden, während des syrischen Bürgerkriegs bewaffnete Gruppen, darunter den Islamischen Staat (ISIS), finanziert zu haben. Die Entscheidung stellt einen bedeutenden Fortschritt in der laufenden Untersuchung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens in dem vom Krieg zerrütteten Land dar, wo es trotz des Konflikts um das Unternehmen weiterhin ein Zementwerk betrieb.
Das Urteil des Gerichts ist der Höhepunkt eines jahrelangen Rechtsstreits, der Licht auf die kontroversen Praktiken geworfen hat, die Lafarge angeblich eingesetzt hat, um sein Werk in Syrien am Laufen zu halten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft zahlte das Unternehmen Millionen von Dollar an verschiedene bewaffnete Gruppen, darunter ISIS, um die Sicherheit seiner Mitarbeiter und den Transport seines Zements zu gewährleisten.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Al Jazeera


