Wegweisendes Urteil: Oberster Gerichtshof hebt Verbot der Konversionstherapie für LGBTQ+-Jugendliche auf

Der Oberste Gerichtshof lehnt ein Gesetz aus Colorado ab, das „Konversionstherapie“ für LGBTQ+-Minderjährige verbietet, was eine kontroverse Debatte über psychische Gesundheitspraktiken und persönliche Freiheiten auslöst.
In einem mit Spannung erwarteten und kontroversen Urteil hat der Oberste Gerichtshof ein Gesetz aus Colorado abgelehnt, das es psychiatrischen Fachkräften untersagt, eine Konversionstherapie mit LGBTQ+-Minderjährigen durchzuführen. Die Entscheidung, die wahrscheinlich weitreichende Auswirkungen haben wird, hat eine leidenschaftliche Debatte über den Versuch, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität einer Person zu ändern, neu entfacht.
Der Fall, der von der zugelassenen professionellen Beraterin Kaley Chiles eingereicht wurde, stellte die Verfassungsmäßigkeit des Colorado-Verbots von Konversionstherapien für Minderjährige in Frage. Chiles argumentierte, dass das Gesetz ihre Rechte nach dem Ersten Verfassungszusatz und ihre Fähigkeit, Beratungsdienste anzubieten, die ihren persönlichen und religiösen Überzeugungen entsprechen, verletzte.
In einer 5:4-Entscheidung schloss sich der Oberste Gerichtshof Chiles an und entschied, dass das Colorado-Gesetz gegen den im Ersten Verfassungszusatz garantierten Schutz der freien Meinungsäußerung verstoße. In der von Richter Samuel Alito verfassten Mehrheitsmeinung hieß es, das Verbot der Konversionstherapie käme einer Straftat gleich
Quelle: The New York Times


