Die letzten mit dem IS verbündeten australischen Frauen und Kinder verlassen das syrische Lager

Die letzte Gruppe australischer Frauen und Kinder verlässt das Internierungslager al-Roj in Syrien vor der Rückführung. Bundesminister bestätigt, dass rechtliche Konsequenzen auf Rückkehrer warten.
Eine bedeutsame Entwicklung im Hinblick auf australische Staatsangehörige, die in syrischen Hafteinrichtungen festgehalten werden, ist, dass Berichten zufolge die letzte Kohorte australischer Frauen und Kinder, die mit dem Islamischen Staat in Verbindung stehen, das al-Roj-Lager im Nordosten Syriens verlassen hat. Die Gruppe, zu der laut ABC-Nachrichtenaufnahmen sieben Frauen und 14 Kinder gehören, verließ die Einrichtung Berichten zufolge auf dem Weg nach Damaskus und markierte damit einen entscheidenden Moment im laufenden Rückführungsprozess von Staatsangehörigen mit extremistischen Verbindungen in Australien.
Bundesministerin Tanya Plibersek wandte sich an die Medien bezüglich der Abreise und betonte, dass diejenigen, die nach Australien zurückkehren, mit den gleichen rechtlichen und gerichtlichen Konsequenzen rechnen müssen wie frühere Rückkehrer. Diese Erklärung unterstreicht die feste Haltung der australischen Regierung zur Rechenschaftspflicht gegenüber Staatsangehörigen, die sich während des Syrienkonflikts der extremistischen Organisation angeschlossen haben. Aus den Kommentaren des Ministers geht hervor, dass das Justizsystem unabhängig vom Zeitpunkt der Rückkehr der Personen alle Fälle mit gleichbleibender Strenge und gründlichen Ermittlungen behandeln wird.
Das Al-Roj-Internierungslager ist seit langem ein Brennpunkt internationaler Beobachtungen und beherbergt Tausende von Personen mit Verbindungen zu Operationen des Islamischen Staates in Syrien und im Irak. In der Einrichtung im Nordosten des Landes wurden zahlreiche Ausländer festgehalten, darunter auch Kinder von IS-Kämpfern und -Sympathisanten. Die Bedingungen im Lager wurden von humanitären Organisationen wiederholt als herausfordernd dokumentiert, wobei die Überbelegung und der eingeschränkte Zugang zu medizinischer Versorgung weiterhin Anlass zur Sorge gaben.


