LIRR-Streik beginnt am zweiten Tag: Pendelchaos in NYC

Die Long Island Rail Road, Nordamerikas größtes S-Bahn-System, bleibt geschlossen, da die Arbeiter zum ersten Mal seit 30 Jahren streiken. In der Hauptverkehrszeit am Montag drohen größere Störungen.
Die Schließung der Long Island Rail Road, die Nordamerikas größtes Nahverkehrsbahnsystem ist, dauerte am Sonntag bereits den zweiten Tag in Folge, da der Arbeitskonflikt zwischen Management und gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern keine unmittelbaren Anzeichen einer Lösung zeigte. Die Arbeitsunterbrechung stellt eine erhebliche Beeinträchtigung der Verkehrsinfrastruktur der Region dar und betrifft Hunderttausende von täglichen Pendlern, die auf diesen Dienst angewiesen sind, um ihre Arbeitsplätze in New York City und Umgebung zu erreichen.
Fünf Gewerkschaften, die etwa die Hälfte der Belegschaft der Eisenbahn repräsentieren, begannen am Freitag kurz nach Mitternacht den historischen Streik und markierten damit die erste große Arbeitsaktion bei der LIRR seit drei Jahrzehnten. Der Zeitpunkt des Streiks, der genau zu dem Zeitpunkt stattfand, als das Wochenende in die Hauptverkehrszeit am Montagmorgen überging, verstärkte die Besorgnis über die kaskadierenden wirtschaftlichen und logistischen Folgen für den Großraum New York. Bahnbetreiber, Wartungsarbeiter und anderes wichtiges Personal gaben ihre Posten auf, als die Vertragsverhandlungen über wichtige Arbeitsbedingungen und Vergütungsfragen in eine Sackgasse gerieten.
Die Abschaltung des S-Bahn-Systems legte die Verkehrsnetze in den östlichen Vororten von New York City sofort lahm, wobei die LIRR in der Regel allein an Wochentagen etwa 300.000 Passagierfahrten abwickelte. Das Fehlen dieser Bahnverbindungen zwang Pendler dazu, nach alternativen Transportmöglichkeiten zu suchen, darunter das Fahren von Privatfahrzeugen, die Nutzung von Mitfahrdiensten oder den Versuch, sich in überfüllten Busnetzen zurechtzufinden, die bereits ausgelastet sind. Die Auswirkungen breiteten sich auf die gesamte Wirtschaft der Region aus, da Unternehmen, Schulen und Regierungsbehörden mit Personalproblemen und Betriebsunterbrechungen zu kämpfen hatten.


