Litauische Staats- und Regierungschefs werden evakuiert, als Drohne in den NATO-Luftraum eindringt

Litauischer Präsident und Premierminister stürmten nach Drohnenverstoß zu Bunkern. NATO und EU warnen Russland vor Umleitung ukrainischer Drohnen. Erster EU-Notunterkunftsalarm seit 2022.
In einer dramatischen Eskalation der Spannungen in Osteuropa wurden Litauens Präsident und Premierminister nach einer beispiellosen Verletzung des Luftraums durch eine unbekannte Drohne schnell in unterirdische Bunker evakuiert. Der Vorfall veranlasste die Behörden, einen landesweiten Notfallalarm auszurufen, was für den baltischen Staat und seine Verbündeten im westlichen Militärbündnis einen bedeutsamen Moment der Besorgnis markierte.
Die Evakuierung erfolgte, nachdem in ganz Vilnius ein Mobiltelefon-Warnsystem aktiviert wurde, das die Bewohner der litauischen Hauptstadt anwies, sofort Schutz zu suchen. Dies war das erste Mal, dass in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder der NATO eine derart umfassende zivile Warnung ausgesprochen wurde, seit Russland im Februar 2022 seine umfassende militärische Invasion in der Ukraine startete. Der Ernst der Lage verdeutlichte die gestiegenen Sicherheitsbedenken in der Region.
Die Behörden gingen zügig vor, um den Luftraum und die Verkehrskorridore zu sichern, wobei sowohl der Flugverkehr als auch der Schienenverkehr in und um Vilnius für die Dauer der Alarmierung eingestellt wurden. Flüge wurden umgeleitet oder verspäteten sich, und der Zugverkehr kam vollständig zum Erliegen, da Militär- und Zivilbehörden ihre Reaktion auf den Verstoß koordinierten. Die Störungen erstreckten sich über die gesamte Stadt und ihre umliegenden Gebiete und betrafen Tausende von Pendlern und Reisenden.


