Die Monopolmacht von Live Nation wird vor Gericht angefochten: Staaten setzen sich durch

Eine Jury hat festgestellt, dass Live Nation als Monopol fungiert, ein bedeutender Sieg für Staaten, die Kartellverstöße geltend gemacht haben. Die Bundesregierung hat sich zuvor mit dem Unterhaltungsriesen geeinigt.
Live Nation, der Unterhaltungsriese, der die Live-Musikbranche dominiert, wurde von einer Jury als Monopolist eingestuft, ein großer Sieg für die Staaten, die das Kartellverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet hatten. Dieses Urteil kommt trotz der Tatsache, dass die Bundesregierung bereits kurz nach Beginn des Verfahrens eine Einigung mit Live Nation erzielt hatte.
Der Fall wurde von einer Koalition von Staaten, darunter New York, Colorado und Tennessee, eingereicht, die behaupteten, Live Nation habe seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt, um den Wettbewerb zu unterdrücken und den Verbrauchern zu schaden. Die Staaten argumentierten, dass die Kontrolle von Live Nation über Ticketverkäufe, Veranstaltungsorte und Künstlermanagement einen unfairen Vorteil verschaffte, der es Live Nation ermöglichte, sowohl den Fans als auch den Künstlern die Bedingungen zu diktieren.
Im Prozess legten die Bundesstaaten Beweise dafür vor, dass Live Nation eine Reihe wettbewerbswidriger Praktiken angewandt hatte, wie zum Beispiel die Verpflichtung der Veranstaltungsorte, ausschließlich ihre Ticketverkaufsdienste zu nutzen, und die Bestrafung derjenigen, die mit konkurrierenden Ticketverkäufern zusammenarbeiteten. Die Jury stimmte den Argumenten der Staaten zu und kam zu dem Schluss, dass die Handlungen von Live Nation illegales monopolistisches Verhalten darstellten.
„Dieses Urteil ist ein bedeutender Gewinn für Musikfans und die Live-Entertainment-Branche insgesamt“, sagte New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James. „Die rechtswidrigen Taktiken von Live Nation haben den Wettbewerb auf dem Markt erstickt, was zu höheren Preisen und einer geringeren Auswahl für Verbraucher geführt hat. Die heutige Entscheidung sendet eine klare Botschaft, dass diese Art von wettbewerbswidrigen Praktiken nicht toleriert wird.“
Das Urteil könnte weitreichende Auswirkungen auf die Live-Entertainment-Branche haben, die seit langem von Live Nation dominiert wird. Das aus der Fusion von Live Nation und Ticketmaster im Jahr 2010 entstandene Unternehmen kontrolliert einen erheblichen Teil des Ticketverkaufs, der Veranstaltungsorte und des Künstlermanagements in den Vereinigten Staaten.
Der Sieg der Staaten kommt zu einer Zeit, in der sich die Live-Entertainment-Branche noch immer von der COVID-19-Pandemie erholt, die zu erheblichen Störungen im Live-Musikgeschäft geführt hat. Die Pandemie hat den Mangel an Wettbewerb in der Branche und den übergroßen Einfluss von Unternehmen wie Live Nation deutlich gemacht.
Während sich die Bundesregierung zuvor mit Live Nation geeinigt hatte, deutet der Erfolg der Bundesstaaten vor Gericht darauf hin, dass in der Live-Entertainment-Branche ein wachsender Wunsch nach einer aggressiveren Kartelldurchsetzung besteht. Das Urteil könnte auch andere Staaten und Regulierungsbehörden ermutigen, sich die Geschäftspraktiken von Live Nation und den allgemeinen Mangel an Wettbewerb auf dem Live-Musikmarkt genauer anzusehen.
„Diese Entscheidung ist ein bedeutender Sieg für Musikfans und die Live-Entertainment-Industrie“, sagte Colorados Generalstaatsanwalt Phil Weiser. „Es ist eine klare Botschaft, dass wettbewerbswidriges Verhalten nicht toleriert wird und dass wir weiterhin dafür kämpfen werden, sicherzustellen, dass der Markt fair und wettbewerbsfähig bleibt.“
Quelle: The New York Times
