Live Nation-Ticketmaster-Fusion steht vor ungewisser Zukunft, da DOJ und Staaten aufeinanderprallen

Das Justizministerium und Live Nation haben eine vorläufige Einigung erzielt, doch die Generalstaatsanwälte wehren sich dagegen, was den Weg für die umstrittene Fusion von Live Nation und Ticketmaster ungewiss macht.
Der langjährige Rechtsstreit um die Fusion von Live Nation und Ticketmaster hat eine neue Wendung genommen, da das Justizministerium (DOJ) und die beiden Unterhaltungsgiganten eine vorläufige Einigung erzielt haben. Dieser scheinbare Beschluss stieß jedoch auf Widerstand von Dutzenden Generalstaatsanwälten, die nicht bereit sind, ihre eigenen Klagen gegen die Fusion fallen zu lassen.
Das Vergleichsangebot des DOJ
Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, hat das DOJ einen Vergleich vorgeschlagen, der die Fortführung der Live Nation-Ticketmaster-Fusion ermöglichen würde, allerdings unter bestimmten Bedingungen. Diese Bedingungen zielen darauf ab, Bedenken hinsichtlich der Dominanz des kombinierten Unternehmens in der Live-Musik- und Ticketing-Branche auszuräumen, die seit langem Anlass für Streit zwischen Regulierungsbehörden und Verbrauchern gleichermaßen gibt.
Der vorgeschlagene Vergleich würde Live Nation dazu verpflichten, eine Reihe von Verhaltensbeschränkungen einzuhalten, wie etwa das Verbot des Unternehmens, Vergeltungsmaßnahmen gegen Veranstaltungsorte zu ergreifen, die sich für die Nutzung eines konkurrierenden Ticketing-Dienstes entscheiden. Darüber hinaus würde der Vergleich einen Überwachungstreuhänder einsetzen, um die Einhaltung der Bedingungen der Vereinbarung sicherzustellen.
Generalstaatsanwälte wehren sich
Trotz der Bereitschaft des DOJ zu einem Vergleich stieß die vorgeschlagene Vereinbarung auf heftigen Widerstand einer Koalition von Generalstaatsanwälten, die an der Spitze der rechtlichen Anfechtung der Live Nation-Ticketmaster-Fusion standen. Diese Staatsbeamten argumentieren, dass der Vergleich des DOJ nicht weit genug geht, um die von ihnen geäußerten wettbewerbswidrigen Bedenken auszuräumen.
Kartellexperten wägen ab
Kartellexperten haben gemischte Ansichten zum Vergleichsvorschlag des DOJ geäußert. Einige argumentieren, dass die Verhaltensbeschränkungen und Überwachungsbestimmungen dazu beitragen könnten, die potenziellen Schäden der Fusion abzumildern, während andere behaupten, dass die einzig wahre Lösung darin bestünde, den Deal vollständig zu blockieren oder eine erhebliche strukturelle Trennung zwischen Live Nation und Ticketmaster zu erfordern.
Quelle: TechCrunch


