Der Londoner Bürgermeister befürwortet die Haltung der Labour-Partei zum EU-Beitritt bei der nächsten Wahl

Sadiq Khan fordert die Labour-Partei nachdrücklich auf, sich in einem Manifest für den Wiederbeitritt zur EU-Zollunion und zum EU-Binnenmarkt zu verpflichten und damit von der aktuellen Position der Partei abzuweichen.
Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan drängt Labour dazu, eine mutigere Haltung zum Verhältnis des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Union einzunehmen, und fordert die Partei dazu auf, sich in ihrem nächsten Parlamentswahlprogramm zum Wiederbeitritt zur EU-Zollunion und zum Binnenmarkt zu verpflichten.
In einem Interview mit der italienischen Zeitung La Repubblica argumentierte Khan, dass Labour nicht nur dies tun sollte Bringen Sie Ihre Unterstützung für engere Beziehungen zur EU zum Ausdruck, geben Sie jedoch ein klares Versprechen ab, im Falle Ihrer Wahl eine Vollmitgliedschaft anzustreben. Dies würde einen erheblichen Wandel gegenüber der aktuellen Position der Partei bedeuten, die einen Wiederbeitritt zur Zollunion oder zum Binnenmarkt ausschließt, obwohl sie den durch den Brexit verursachten wirtschaftlichen Schaden anerkannt hat.
Khans Kommentare kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Labour und andere pro-europäische Parteien angesichts der politischen Sensibilitäten rund um das Thema vorsichtig waren, sich offen für einen Wiederbeitritt des Vereinigten Königreichs zur EU einzusetzen. Keir Starmer, der Labour-Chef, hat zuvor erklärt, dass er nicht glaubt, dass das Vereinigte Königreich zu seinen Lebzeiten der EU wieder beitreten wird.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}} Khan glaubt jedoch, dass die Partei in ihrer Vision mutiger sein sollte, und argumentiert, dass Labour in einem Manifest versprechen sollte, im Falle seiner Wahl wieder der Zollunion und dem Binnenmarkt beizutreten. Dies, so behauptet er, würde den Wählern Klarheit verschaffen und das Engagement der Labour-Partei für den Wiederaufbau der wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen des Vereinigten Königreichs zu seinen europäischen Nachbarn unter Beweis stellen.
Die Intervention des Bürgermeisters dürfte die Debatte innerhalb der Labour-Partei über die EU-Politik der Partei neu entfachen, wobei einige Abgeordnete Khans Forderung nach einer proaktiveren Haltung wahrscheinlich begrüßen werden, während andere möglicherweise vorsichtiger hinsichtlich der damit verbundenen politischen Risiken sind. Die nächsten Parlamentswahlen, die im Jahr 2024 erwartet werden, werden ein entscheidender Test dafür sein, wo die Partei in dieser Frage steht.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}} Khans Kommentare kommen auch zu einer Zeit, in der die Beziehungen des Vereinigten Königreichs zur EU weiterhin angespannt sind und anhaltende Spannungen über Themen wie das Nordirland-Protokoll und das umfassendere Handelsabkommen bestehen. Die Labour-Partei hat versucht, sich als konstruktive Stimme zu positionieren, die sich für eine engere Partnerschaft mit der EU einsetzt, ohne jedoch einen vollständigen Wiederbeitritt zu fordern.
Ob Khans Eingreifen die Haltung der Partei verändern wird, bleibt abzuwarten, aber sein Eingreifen ist ein klares Zeichen dafür, dass die Debatte über die Europapolitik des Vereinigten Königreichs noch lange nicht beigelegt ist, selbst Jahre nach der ursprünglichen Abstimmung über den Brexit.


