M&S-Chef bezeichnet Preisobergrenzen für Lebensmittel als „absurd“

M&S-Chef Stuart Machin lehnt freiwillige Preisobergrenzen für Grundnahrungsmittel ab und plädiert für Steuersenkungen statt staatlicher Preiskontrollen.
Der Vorstandsvorsitzende des Einzelhandelsriesen Marks & Spencer hat eine scharfe Kritik an Regierungsvorschlägen zur Kontrolle der Lebensmittelpreise geäußert und die Initiative als grundsätzlich fehlerhaft und wirtschaftlich kontraproduktiv bezeichnet. Stuart Machins energische Ablehnung des freiwilligen Preisobergrenzensystems stellt einen erheblichen Widerstand des Einzelhandelssektors gegen staatliche Eingriffe in die Lebensmittelpreise dar und signalisiert tiefere Spannungen zwischen politischen Entscheidungsträgern und Supermarktbetreibern darüber, wie dem Druck bei den Lebenshaltungskosten der Verbraucher begegnet werden soll.
In seiner umfassenden Erklärung brachte Machin zum Ausdruck, dass die vorgeschlagenen freiwilligen Preisobergrenzen für lebenswichtige Lebensmittel nicht nur unpraktisch, sondern als politischer Ansatz völlig „absurd“ seien. Anstatt staatlich vorgeschriebene Preiskontrollen zu befürworten, argumentierte er, dass der effektivste Weg darin bestünde, die erhebliche Steuer- und Regulierungslast zu reduzieren, die Supermarktketten derzeit tragen. Dieser alternative Ansatz, so schlug er vor, würde es den Einzelhändlern natürlich ermöglichen, ihre Margenstrukturen zu verbessern und den Verbrauchern potenziell einen besseren Mehrwert zu bieten, ohne die Rentabilität ihrer Geschäftsabläufe zu gefährden.
Der M&S-Chef lieferte konkrete Beweise zur Untermauerung seiner umstrittenen Position und enthüllte die finanziellen Realitäten, mit denen sein Unternehmen und der Einzelhandelssektor insgesamt konfrontiert sind. Machin gab bekannt, dass M&S bereits Verluste bei mehreren Grundnahrungsmitteln auffangen muss, darunter Milch, Brot und gebackene Bohnen – Produkte, die für unzählige britische Haushalte lebenswichtige Lebensmittel darstellen. Abgesehen von diesen verlustträchtigen Artikeln erzielt das Unternehmen bei anderen wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Eiern und Zucker außerordentlich geringe Gewinnspannen, was die schwierige wirtschaftliche Lage des Lebensmitteleinzelhandels noch deutlicher verdeutlicht.
Quelle: The Guardian

