Macky Salls UN-Antrag spaltet Afrika inmitten regionaler Politik

Die Kandidatur des ehemaligen senegalesischen Präsidenten Macky Sall für den UN-Chef stößt aufgrund von Verfahrensstreitigkeiten, Einwänden und regionalen Machtkämpfen auf afrikanischer Unterstützung.
Die Bewerbung des ehemaligen senegalesischen Präsidenten Macky Sall um den Spitzenposten bei den Vereinten Nationen hat tiefe Spaltungen auf dem afrikanischen Kontinent ans Licht gebracht. Ursprünglich von der kleinen Nation Burundi nominiert, erwartete man, dass Salls Kandidatur für das Amt des UN-Generalsekretärs breite Unterstützung in ganz Afrika finden würde. Die kontinentale Unterstützung ist jedoch brüchig geworden, da eine Reihe von Verfahrensstreitigkeiten, Einwänden und regionalen politischen Dynamiken eine einheitliche Unterstützung zunichte machen.
Verfahrensstreitigkeiten bei der Afrikanischen Union
Im Mittelpunkt des Problems stehen Meinungsverschiedenheiten über den Zustimmungsprozess der Afrikanischen Union (AU). Die AU verfügt über eine Reihe von Richtlinien, die darlegen, wie sie Kandidaten für internationale Spitzenpositionen auswählt und unterstützt. Aber im Fall von Salls UN-Bewerbung gab es Streit darüber, ob die richtigen Verfahren eingehalten wurden.
Einige Mitgliedsstaaten haben argumentiert, dass die AU nicht alle Länder ausreichend konsultiert habe, bevor sie Salls Namen bekannt gab. Es gibt auch Bedenken, dass die Entscheidungsfindung eher von einer kleinen Gruppe von Führungskräften als von einem breiten, integrativen Prozess dominiert wurde. Diese Verfahrensprobleme haben zu Einwänden einiger Länder geführt, die der Meinung sind, dass die Unterstützung von Sall durch die AU überstürzt erfolgte und es an ausreichendem Konsens mangelte.
Quelle: Deutsche Welle


