Macron: EU-Verteidigungspakt „nicht nur Worte“

Der französische Präsident Emmanuel Macron bekräftigt die gegenseitige Verteidigungsfähigkeit der EU und nennt die Reaktion Zyperns auf Militärhilfe auf einen Drohnenangriff als Beweis der europäischen Solidarität.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich eindringlich für Europas Verteidigungsfähigkeiten ausgesprochen und betont, dass die EU-Klausel zur gegenseitigen Verteidigung eine verbindliche Verpflichtung und keine bloße diplomatische Rhetorik darstellt. Bei einem offiziellen Besuch in Athen unterstrich Macron die Bedeutung von Artikel 42.7 des Vertrags über die Europäische Union, der eine kollektive Verteidigungspflicht der Mitgliedstaaten festlegt. Seine Bemerkungen kommen zu einer Zeit, in der die europäische Sicherheitsarchitektur und die Fähigkeit des Kontinents, unabhängig auf externe Bedrohungen zu reagieren, verschärft geprüft werden.
Der französische Staatschef verwies auf konkrete Beispiele, die zeigten, dass die Beistandsklausel im europäischen Rahmen echte operative Bedeutung hat. Er hob die koordinierte Reaktion mehrerer EU-Mitgliedstaaten hervor, die Zypern nach einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall am 28. Februar erheblich militärisch unterstützt haben. Diese gemeinsame Aktion dient laut Macron als konkreter Beweis dafür, dass Europa sowohl über den politischen Willen als auch über die institutionellen Mechanismen verfügt, die notwendig sind, um entschlossen auf Bedrohungen gegen seine Mitgliedsstaaten zu reagieren.
Der Vorfall, der diese kollektive Reaktion auslöste, beinhaltete einen Drohnenangriff auf eine britische Militäranlage auf der Insel Zypern. Der Angriff, der sich Ende Februar ereignete, löste eine sofortige diplomatische und militärische Reaktion mehrerer europäischer Hauptstädte aus, wobei die Nationen rasch ihre Hilfe koordinierten, um Zyperns Verteidigungsposition zu stärken. Diese rasche Mobilisierung demonstrierte die operative Leistungsfähigkeit der europäischen Verteidigungskoordinierung und widerlegte die Auffassung, der EU fehle es an sinnvollen Sicherheitsreaktionsprotokollen.


