Malawis umstrittenes Verbot der Doppelpraxis löst Debatte im Gesundheitssektor aus

Malawis Regierung hat ein Verbot für Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens erlassen, private medizinische Jobs zu übernehmen, und begründete dies mit Korruptionsbedenken. Ärzte warnen jedoch davor, dass dies den Personalmangel verschlimmern könnte.
In einem Schritt, der die Gesundheitsbranche in Malawi gespalten hat, hat die Regierung ein Doppelpraxisverbot eingeführt, das es Mitarbeitern des öffentlichen Gesundheitswesens untersagt, private medizinische Arbeitsplätze zu behalten. Der Grund für diese Entscheidung der Regierung besteht darin, das Problem der Korruption anzugehen, da sie glaubt, dass einige öffentliche Ärzte ihre Privatpraxen über ihre öffentlichen Pflichten stellen.
Korruption bekämpfen oder Personalmangel verschärfen?
Während die Absicht der Regierung, die Korruption zu bekämpfen, verständlich ist, haben Ärzte in Malawi Bedenken geäußert, dass das Verbot zu einem erheblichen Mangel an medizinischem Personal führen könnte, insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen der Zugang zur Gesundheitsversorgung bereits eingeschränkt ist. Viele Ärzte im öffentlichen Dienst sind auf die zusätzlichen Einnahmen aus der Privatpraxis angewiesen, um ihre oft niedrigen Staatsgehälter aufzubessern, und das Verbot könnte sie dazu zwingen, das öffentliche Gesundheitssystem ganz zu verlassen.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Deutsche Welle


