Maryland verbietet Überwachungspreise in Lebensmittelgeschäften

Maryland ist der erste Bundesstaat, der Überwachungspreise in Lebensmittelgeschäften verbietet. Gouverneur Wes Moore unterzeichnete das bahnbrechende Gesetz zum Schutz der Verbraucher vor datenbasierter Preisdiskriminierung.
Maryland hat Geschichte geschrieben, indem es als erster Staat die Preisüberwachung in Lebensmittelgeschäften verboten hat, was einen bedeutenden Sieg für Verbraucherschützer im ganzen Land darstellt. Das bahnbrechende Gesetz, das am Dienstag von Gouverneur Wes Moore unterzeichnet wurde, stellt einen entscheidenden Moment im anhaltenden Kampf zwischen den Datenschutzrechten der Verbraucher und den Datenanalysepraktiken von Unternehmen dar. Mit diesem bahnbrechenden Schritt steht Maryland an der Spitze der Bemühungen auf Landesebene, die von Kritikern behaupteten ausbeuterischen Preispraktiken zu bekämpfen, die durch fortschrittliche Technologie und die Erfassung von Verbraucherdaten ermöglicht werden.
Das neue Maryland-Gesetz zur Preisgestaltung von Lebensmittelgeschäften verbietet Lebensmittelhändlern und Drittanbietern ausdrücklich, personenbezogene Verbraucherdaten zu nutzen, um individuelle Preise für Produkte festzulegen. Dies bedeutet, dass Einzelhändler keine ausgefeilten Algorithmen mehr verwenden können, die Einkaufsverläufe, Browsing-Muster, demografische Informationen oder andere gesammelte Datenpunkte analysieren, um zu bestimmen, welchen Preis einzelne Kunden für dieselben Artikel zahlen sollten. Das Verbot erstreckt sich sowohl auf traditionelle stationäre Lebensmittelgeschäfte als auch auf digitale Lieferplattformen und schafft eine umfassende Abdeckung über mehrere Einkaufskanäle hinweg.
Gouverneur Moore betonte bei der Unterzeichnungszeremonie des Gesetzentwurfs die Dringlichkeit und Bedeutung dieser Gesetzgebung und machte auf die Art und Weise aufmerksam, in der Technologieunternehmen begonnen haben, personenbezogene Daten gewinnbringend auszunutzen. „In einer Zeit, in der die Technologie vorhersagen kann, was wir brauchen, wann wir es brauchen, wann wir dafür bezahlen werden und auch – in der wir mehr dafür bezahlen werden, und in einer Zeit, in der wir beobachten, wie große Unternehmen diese Analysen dann gegen uns einsetzen, um Rekordgewinne zu erzielen, wehrt sich Maryland nicht einfach nur“, erklärte Moore. „Maryland macht Fortschritte, weil wir unser Volk schützen wollen.“ Seine Aussage fasst die umfassenderen Bedenken zusammen, die Gesetzgeber und Verbraucherschützer hinsichtlich des Potenzials geäußert haben, dass datenbasierte Preisdiskriminierung gefährdeten Bevölkerungsgruppen schaden könnte.


