Melbourne-Professor bestreitet geheime iranische Beziehungen

Der Akademiker Abbas Rajabifard von der University of Melbourne bestreitet die Behauptung einer Mitautorenschaft mit dem iranischen Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf ohne dessen Zustimmung.
Ein prominenter Akademiker der Universität Melbourne hat Vorwürfe einer vorsätzlichen Zusammenarbeit mit Mohammad Bagher Ghalibaf, dem iranischen Parlamentspräsidenten und Chefunterhändler bei den jüngsten diplomatischen Friedensgesprächen mit den Vereinigten Staaten, öffentlich zurückgewiesen. Professor Abbas Rajabifard behauptet, dass sein Name völlig ohne sein Wissen oder seine ausdrückliche Zustimmung als Co-Autor eines von Experten begutachteten Zeitschriftenartikels mit dem hochrangigen iranischen Politiker aufgetaucht sei, was ernsthafte Fragen zu Forschungszuordnungspraktiken und institutioneller Aufsicht aufwirft.
Die Kontroverse entstand nach einer Untersuchung des Guardian Australia, die aufdeckte, dass Mohammad Bagher Ghalibaf im Laufe des letzten Jahrzehnts umfangreiche berufliche Kontakte in ganz Australien aufgebaut hat. Diese Verbindungen gehen über akademische Kreise hinaus und umfassen direkte Verbindungen zu renommierten Forschungseinrichtungen, insbesondere zu einem spezialisierten Ingenieurforschungszentrum an der University of Melbourne, einer der führenden Universitäten Australiens.
Die Aussage von Professor Rajabifard stellt einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis der Art und des Ausmaßes internationaler akademischer Beziehungen mit iranischen Beamten dar. Der Forscher der University of Melbourne betonte, dass er weder freiwillig eine Forschungskooperation mit Ghalibaf oder seinen Mitarbeitern eingegangen sei, noch die Verwendung seines Namens in veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten ohne entsprechende Rücksprache und Zustimmung genehmigt habe.


