Wechseljahre im Zusammenhang mit neuen psychischen Erkrankungen: Die Mehrheit ist sich dessen nicht bewusst

Umfrage ergab, dass drei Viertel der britischen Frauen nicht wissen, dass die Wechseljahre neue psychische Probleme auslösen können. Das Royal College of Psychiatrists fordert eine verbesserte Versorgung.
Eine neue Umfrage hat einen erschreckenden Mangel an Bewusstsein für die Auswirkungen der Wechseljahre auf die psychische Gesundheit ergeben. Drei Viertel der britischen Frauen wissen nicht, dass der Übergang neue psychische Erkrankungen auslösen kann. Das Royal College of Psychiatrists hat jetzt seine erste gezielte Positionserklärung veröffentlicht, um das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Wechseljahren und psychischer Gesundheit zu schärfen.
Die Umfrage ergab, dass 74 % der Frauen nicht wussten, dass die Wechseljahre zur Entwicklung neuer psychischer Erkrankungen führen könnten. Dieses Versehen ist von Bedeutung, da die körperlichen und hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren eng mit einem erhöhten Risiko für Depressionen, Angstzustände und andere psychische Gesundheitsprobleme verbunden sind.

Laut dem Royal College of Psychiatrists werden die Auswirkungen der Wechseljahre auf die psychische Gesundheit oft übersehen und unterschätzt. Viele Gesundheitsdienstleister gehen nicht angemessen auf die psychologischen Dimensionen dieses großen Lebensübergangs ein, sodass Frauen schlecht vorbereitet und nicht unterstützt werden.
„Die Wechseljahre können tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit einer Frau haben, doch dies wird oft nicht erkannt oder angemessen behandelt“, sagte Dr. Trudi Seneviratne, Vorsitzende der Sonderinteressengruppe für Frauen und psychische Gesundheit des Colleges. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir das Bewusstsein stärken und sicherstellen, dass Frauen in dieser wichtigen Phase ihres Lebens die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.


