Meta steht vor großer Urheberrechtsklage von Verlagen

Fünf Buchverleger und der Autor Scott Turow verklagen Meta wegen angeblicher Nutzung urheberrechtlich geschützter Materialien zum Trainieren von Lama-KI-Modellen ohne Erlaubnis.
Meta steht vor einer erheblichen rechtlichen Herausforderung, da fünf namhafte Buchverlage und ein renommierter Autor eine Sammelklage gegen den Technologieriesen eingereicht haben. Im Mittelpunkt der Klage stehen Vorwürfe, dass Meta bei der Entwicklung und dem Training seiner Llama-Modelle für künstliche Intelligenz an etwas beteiligt war, das die Kläger als „eine der massivsten Verstöße gegen urheberrechtlich geschütztes Material in der Geschichte“ bezeichnen. Laut einem Bericht der New York Times stellt diese Klage einen Wendepunkt in der laufenden Debatte darüber dar, wie Technologieunternehmen urheberrechtlich geschützte Inhalte für maschinelle Lernzwecke nutzen.
An der Klage sind große Verlage beteiligt, darunter Macmillan, McGraw-Hill, Elsevier, Hachette und Cengage sowie der gefeierte Autor Scott Turow, der vor allem für seine juristischen Thriller bekannt ist. In ihrer Beschwerde machen diese Inhaltsersteller geltend, dass Meta ihre literarischen Werke und wissenschaftlichen Zeitschriftenartikel „wiederholt kopiert“ habe, ohne dafür irgendeine Genehmigung oder Entschädigung zu erhalten. Der Umfang des mutmaßlichen Verstoßes scheint umfassend zu sein und betrifft zahlreiche Veröffentlichungen in verschiedenen Genres und Disziplinen, von kommerzieller Belletristik bis hin zu von Experten begutachteten wissenschaftlichen Zeitschriften.
Was diesen Fall besonders bemerkenswert macht, ist der Vorwurf bezüglich der Beschaffungsmethoden von Meta. Den Klageunterlagen zufolge wird Meta vorgeworfen, wissentlich urheberrechtlich geschütztes Material von „berüchtigten Piratenseiten“ erworben zu haben, darunter LibGen, Anna's Archive, Sci-Hub, Sci-Mag und mehrere andere. Anstatt Inhalte rechtmäßig über etablierte Veröffentlichungskanäle zu lizenzieren, hat Meta angeblich große Mengen urheberrechtlich geschützter Bücher und Artikel aus diesen nicht autorisierten Quellen extrahiert und sie anschließend in die Trainingsdatensätze für seine Llama-KI-Modelle
integriertQuelle: The Verge


