Meta Shutters Horizon Worlds VR-Erlebnis inmitten von Entlassungen

Meta stellt im Juni seine angeschlagene virtuelle Virtual-Reality-Social-Plattform Horizon Worlds ein, als Teil umfassenderer Bemühungen, die Abläufe des Unternehmens zu rationalisieren.
In einem überraschenden Schritt hat der Technologieriese Meta die Einstellung seines sozialen Virtual-Reality-Erlebnisses (VR) Horizon Worlds mit Wirkung zum Juni 2023 angekündigt. Die Entscheidung erfolgt im Rahmen der umfassenderen Bemühungen des Unternehmens, seine Abläufe zu rationalisieren und sich auf vielversprechendere Unternehmungen zu konzentrieren.
Horizon Worlds, das als Herzstück von Metas ehrgeizigem Vorstoß in das Metaversum angepriesen wurde, hat seit seiner ersten Einführung im Jahr 2021 Schwierigkeiten, Fuß zu fassen. Trotz erheblicher Investitionen und hochkarätiger Marketingkampagnen ist es der Plattform nicht gelungen, eine beträchtliche Nutzerbasis anzuziehen, was das Unternehmen dazu veranlasste, seine Prioritäten neu zu bewerten.
Internen Quellen zufolge ist die Entscheidung von Meta, Horizon Worlds zu schließen, Teil eines größeren Umstrukturierungsplans, der darauf abzielt, Kosten zu senken und die Ressourcen des Unternehmens auf vielversprechendere Initiativen zu konzentrieren. Der Schritt folgt auf Metas jüngste Ankündigung von 11.000 Entlassungen, dem größten Stellenabbau in der Geschichte des Unternehmens.
„Wir haben beschlossen, die Unterstützung für Horizon Worlds als Teil unserer umfassenderen Bemühungen zur Rationalisierung unseres Geschäfts einzustellen“, sagte ein Meta-Sprecher in einer Erklärung. „Wir sind weiterhin bestrebt, immersive Erlebnisse im Metaversum zu schaffen, konzentrieren unsere Bemühungen jedoch auf andere Bereiche, von denen wir glauben, dass sie eine größere Wirkung haben werden.“
Die Entscheidung, Horizon Worlds zu schließen, ist ein schwerer Schlag für Mark Zuckerbergs Vision des Metaversums, das er wiederholt als die Zukunft des Computerwesens angepriesen hat. Die massiven Investitionen des Unternehmens in VR- und AR-Technologien, einschließlich der Übernahme von Oculus für 2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014, haben noch nicht die versprochenen Erträge gebracht.
„Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass Metas Metaversum-Ambitionen nicht wie erwartet aufgehen“, sagte Debra Aho Williamson, Chefanalystin bei eMarketer. „Das Unternehmen konzentriert sich nun auf die Rationalisierung seiner Abläufe und die Verdoppelung seines Kerngeschäfts in den Bereichen Social Media und Werbung.“
Trotz des Rückschlags bleibt Meta bestrebt, immersive Erlebnisse im Metaversum zu schaffen. Das Unternehmen hat versprochen, weiterhin in andere VR- und AR-Projekte zu investieren, beispielsweise in sein Kollaborationstool Horizon Workrooms und die Entwicklung neuer Hardware wie das Meta Quest Pro-Headset.
Die Schließung von Horizon Worlds ist jedoch ein klares Zeichen dafür, dass das Unternehmen seine Strategie überdenkt und der Rentabilität Vorrang vor ehrgeizigen langfristigen Wetten einräumt. Während Meta diesen Übergang bewältigt, bleiben die Zukunft des Metaversums und die Rolle des Unternehmens darin ungewiss.
Quelle: Wired

