Krise im Nahen Osten: Trump fordert Verbündete auf, sich dem Iran-Krieg anzuschließen, und droht mit einem Bruch der Nato

Trump behauptet, der Iran-Krieg werde in „2-3 Wochen“ enden; Rubio sagt, die USA sollten das Nato-Bündnis angesichts des europäischen Widerstands gegen den Iran-Konflikt „überdenken“.
US-Präsident Donald Trump hat eine vernichtende Tirade gegen europäische Länder gestartet, weil sie sich dem anhaltenden Krieg mit dem Iran nicht angeschlossen haben, und warnte davor, dass die Verantwortung für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus bei Ländern liege, die auf die lebenswichtige Schifffahrtsroute angewiesen seien. Unterdessen erklärte der republikanische Senator Marco Rubio, die USA sollten ihre Beziehungen zum Nato-Bündnis „überdenken“, was auf eine wachsende Frustration über die Weigerung der europäischen Verbündeten hindeutet, sich am Iran-Konflikt zu beteiligen.
Die eskalierende Nahost-Krise hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, da der australische Schatzmeister Jim Chalmers neue Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen vorstellt, die mit steigenden Kraftstoffpreisen zu kämpfen haben. Der australische Premierminister Anthony Albanese wird sich ebenfalls an die Nation wenden und auf Vorbereitungen für einen schwerwiegenderen wirtschaftlichen Abschwung durch den sich ausweitenden Krieg hinweisen.
Laut einer aktuellen Reuters/Ipsos-Umfrage sind zwei Drittel der Amerikaner der Meinung, dass die USA daran arbeiten sollten, ihre Beteiligung am Iran-Krieg schnell zu beenden, auch wenn dies bedeutet, dass die von der Trump-Regierung festgelegten Ziele nicht erreicht werden. Die Umfrageergebnisse spiegeln den wachsenden Widerstand im Inland gegen den langwierigen Konflikt wider, der nun in sein viertes Jahr geht Ein klares Ende ist nicht in Sicht.
Trotz der steigenden Kosten und der öffentlichen Müdigkeit bleibt die Trump-Regierung ihrer harten Haltung gegenüber dem Iran treu. Außenminister Mike Pompeo erklärte, Washington müsse überprüfen, ob das Nato-Bündnis den Interessen der USA noch gut dient, was auf eine mögliche Kluft mit europäischen Verbündeten hinweist, die nicht bereit sind, sich dem Kampf anzuschließen.
Die anhaltende Krise im Nahen Osten hat Schockwellen auf den asiatischen Märkten ausgelöst, die am frühen Mittwoch als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen stark anzogen. Investoren beobachten die Situation genau, da die Möglichkeit einer weiteren Eskalation oder einer Ausweitung des Konflikts weltweit weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte.
Während der Krieg andauert, sieht sich die Trump-Regierung einem wachsenden nationalen und internationalen Druck ausgesetzt, eine diplomatische Lösung für den Konflikt zu finden. Da die Behauptungen des Präsidenten eines raschen Abschlusses zunehmend im Widerspruch zur Realität vor Ort stehen, bleibt die Zukunft des US-Engagements im Nahen Osten ungewiss und voller politischer und wirtschaftlicher Risiken.
Quelle: The Guardian


