Migranten kurbeln Australiens Wirtschaft an, Daten widersprechen Taylor

Die Analyse zeigt, dass Migranten mehr Steuern zahlen, als sie an Sozialleistungen erhalten, was den Behauptungen widerspricht, dass sie eine Belastung für die australische Wirtschaft und das Sozialsystem darstellen.
Migrationspolitik ist in der australischen Politik zu einem umstrittenen Thema geworden, wobei einige Politiker pauschale Behauptungen über die wirtschaftlichen Auswirkungen von Migranten auf die Finanzen und Sozialsysteme des Landes aufstellen. Allerdings erzählen umfassende Wirtschaftsdaten eine deutlich andere Geschichte als die, die in der jüngsten politischen Rhetorik propagiert wird, und offenbaren, dass Migranten wesentlich mehr zur australischen Wirtschaft beitragen, als Kritiker vermuten.
Angus Taylors jüngste Charakterisierung von Migranten als Nettoabfluss für Australiens öffentliche Ressourcen stellt die Beweise grundlegend falsch dar. Eine sorgfältige Untersuchung von Einwanderungsstatistiken und Steueranalysen zeigt, dass der typische Migrant, gemessen an seinem lebenslangen Beitrag zur australischen Wirtschaft, wesentlich mehr Steuern zahlt, als er an staatlichen Dienstleistungen und Sozialleistungen verbraucht. Dieses Muster gilt für mehrere demografische Gruppen und Zeiträume, die von Wirtschaftsforschern untersucht wurden.
Das demografische Profil der meisten Migranten, die nach Australien einreisen, weist Merkmale auf, die typischerweise mit positiven wirtschaftlichen Ergebnissen korrelieren. Migranten sind im Allgemeinen jünger als die durchschnittliche australische Bevölkerung, was bedeutet, dass sie in ihren Hauptverdienstjahren einen Beitrag zur Erwerbsbevölkerung leisten und gleichzeitig weniger Ansprüche an altersbedingte soziale Dienste wie Altenpflege und Renten stellen. Allein dieser Altersvorteil bringt über längere Zeithorizonte erhebliche fiskalische Vorteile für den Staatshaushalt mit sich.
Der Bildungsstand der Migrantenbevölkerung liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt. Untersuchungen zeigen durchweg, dass Migranten im Vergleich zur breiteren australischen Bevölkerung qualifizierter und besser ausgebildet sind, wobei verhältnismäßig mehr Menschen über Universitätsabschlüsse und Berufsqualifikationen verfügen. Dieser Bildungsvorteil führt direkt zu einem höheren Verdienstpotenzial, höheren Steuerbeiträgen und einer geringeren Abhängigkeit von Sozialhilfe während des gesamten Arbeitslebens.


