Millennials entkommen der lähmenden Studentenverschuldung, indem sie ins Ausland ziehen

Immer mehr junge Amerikaner fliehen aus dem Land, um die Rückzahlung ihrer Studienkredite zu vermeiden. Erfahren Sie, warum dieser Trend zunimmt und welche Risiken damit verbunden sind.
Studentendarlehensschulden sind für Millionen junger Amerikaner zu einer lähmenden Belastung geworden, wobei der durchschnittliche Absolvent mittlerweile über 30.000 US-Dollar schuldet. Angesichts scheinbar unüberwindbarer Schulden und begrenzter Jobaussichten unternehmen immer mehr Kreditnehmer einen drastischen Schritt – sie ziehen ins Ausland, um ihren Verpflichtungen zu entgehen.
Eine dieser Personen ist Amanda Lynn Tully, eine 37-Jährige, die nach Prag gezogen ist und seit über sieben Jahren keinen Kredit mehr für ihr Studium geleistet hat. „Die Zinssätze waren einfach zu hoch und ich konnte keinen Job finden, der genug Geld einbrachte, um die Zahlungen zu decken“, erklärt sie. „Der Umzug ins Ausland war die einzige Möglichkeit, neu anzufangen.“
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}
Tully ist alles andere als allein. Jüngsten Berichten zufolge ist die Zahl der im Ausland lebenden Amerikaner im letzten Jahrzehnt um über 50 % gestiegen, wobei viele die Schulden bei Studienkrediten als Hauptgrund für ihre Abwanderung angeben. „Für viele Menschen ist es der letzte Ausweg“, sagt die Finanzanalystin Jessica Riviera. „Sie sehen einfach keine Möglichkeit, jemals alles zurückzuzahlen, also reduzieren sie ihre Verluste und beginnen woanders von vorne.“
Die Risiken eines Zahlungsausfalls sind jedoch erheblich. Kreditnehmern, die ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen, drohen hohe Strafen, darunter Kreditschäden, Lohnpfändungen und sogar Klagen von Gläubigern. Die US-Regierung ist auch befugt, Personen, die mit ihren staatlichen Studiendarlehen in Verzug geraten, die Reisepässe zu entziehen.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}
Trotz der möglichen Konsequenzen erweist sich der Reiz eines schuldenfreien Lebens im Ausland für einige als zu groß. „Es ist keine leichte Entscheidung, aber ich musste das tun, was für meine geistige Gesundheit und meine Zukunft am besten war“, sagt Tully. „Ich bereue es keine Sekunde.“
Während die Studentenschuldenkrise weiter eskaliert, warnen Experten, dass noch mehr junge Amerikaner in Tullys Fußstapfen treten, ihre Kredite aufgeben und einen Neuanfang im Ausland suchen könnten. „Das ist ein Trend, von dem wir noch viel mehr sehen werden“, prognostiziert Riviera. „Bis wir echte Lösungen für das Studentenschuldenproblem finden, wird die Abwanderung nur noch zunehmen.“
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}
Quelle: The New York Times


