Monopolkampf geht weiter: Staaten fordern Live Nation vor Gericht heraus

Dutzende Bundesstaaten treiben ein Antimonopolverfahren gegen Live Nation-Ticketmaster voran und behaupten trotz jüngster Vergleiche ihre Vorherrschaft in der Konzertbranche.
Der hochriskante Rechtsstreit zwischen Bundesstaaten und Live Nation-Ticketmaster wird diesen Montag weitergehen, während Dutzende Generalstaatsanwälte ihre Antimonopolklagen gegen den Unterhaltungsgiganten vorantreiben.
Nach einer kurzen Anhörung am Freitag ist der Prozess wieder im Gange, wobei die Mehrheit der 40 Generalstaats- und Bezirksstaatsanwaltskläger sich weigert, die zwischen dem Justizministerium und einer Handvoll anderer Bundesstaaten erzielten Vergleiche zu akzeptieren. Diese hartnäckigen Kläger haben ihren Antrag auf ein Fehlverfahren zurückgezogen, den sie eingereicht hatten, nachdem das DOJ Anfang dieser Woche seine eigene Einigung mit Live Nation-Ticketmaster bekannt gegeben hatte, und haben einen neuen externen Anwalt mit der Leitung ihres Prozessteams beauftragt.
Im Mittelpunkt der Klage der Bundesstaaten steht die Behauptung, Live Nation-Ticketmaster habe ein unangreifbares Monopol über die Konzertbranche aufgebaut, wodurch der Wettbewerb unterdrückt wird und den Verbrauchern weniger Auswahl und höhere Preise geboten werden. Die Staaten argumentieren, dass sich die Dominanz des Unternehmens vom Ticketverkauf bis hin zum Veranstaltungsortmanagement, der Künstlerwerbung und mehr erstreckt und so einen vertikal integrierten Giganten erschaffen hat, der alle potenziellen Konkurrenten vernichtet.
Während das DOJ und eine Handvoll Staaten eine Einigung erzielt haben, ist die Mehrheit der Kläger fest entschlossen, ihren Tag vor Gericht zu verbringen. Sie glauben, dass ein juristischer Sieg den Weg für eine echte Auseinandersetzung mit der Marktmacht von Live Nation-Ticketmaster ebnen könnte, was möglicherweise zu strukturellen Veränderungen oder sogar zur Auflösung des Unternehmens führen könnte.
Es steht viel auf dem Spiel, nicht nur für das Unternehmen, sondern für Musikfans im ganzen Land. Verbraucher beschweren sich seit langem über die Gebühren von Ticketmaster, die begrenzten Optionen und angeblich wettbewerbswidrige Praktiken, und ein erfolgreicher Fall der Bundesstaaten könnte die dringend benötigte Erleichterung bringen.
Zu Beginn des Prozesses werden alle Augen auf den Gerichtssaal gerichtet sein, wo die Bundesstaaten beweisen wollen, dass der Einfluss von Live Nation-Ticketmaster auf die Konzertbranche zu weit gegangen ist. Das Ergebnis könnte weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft der Live-Unterhaltung in Amerika haben.
Der Live Nation-Ticketmaster-Testzeitraum entwickelt sich zu einem entscheidenden Moment im anhaltenden Kampf um Marktkonzentration und Wahlmöglichkeiten für Verbraucher. Da sich die Mehrheit der Staaten weigert, nachzugeben, ist der Kampf für eine wettbewerbsfähigere Konzertindustrie noch lange nicht vorbei.
Quelle: The Verge


