Marokko siegt im AFCON-Appell, Senegal kämpft weiter

Marokko behauptet, der AFCON-Fall sei nach der erfolgreichen Berufung abgeschlossen, Senegal appelliert jedoch an CAF und CAS, die Entscheidung anzufechten.
Marokko besteht darauf, dass sein Verfahren um den Titel des Afrikanischen Nationen-Pokals (AFCON) 2022 nun abgeschlossen ist, nachdem das Land erfolgreich Berufung gegen eine 0:1-Niederlage gegen Senegal eingelegt hat. Der senegalesische Fußballverband kündigte jedoch an, weiterhin gegen die Entscheidung zu kämpfen und legte sowohl bei der Confederation of African Football (CAF) als auch beim Court of Arbitration for Sport (CAS) Berufung ein.
Das AFCON-Finale zwischen Senegal und Marokko war ein hart umkämpftes Spiel, das 1:0 zugunsten Senegals endete. Allerdings protestierte Marokko sofort gegen das Ergebnis und verwies auf mehrere umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, die ihrer Meinung nach sie zu Unrecht das Spiel gekostet hätten.
Nach der Überprüfung des Spiels entschied die CAF-Disziplinarkommission zugunsten Marokkos, hob das 1:0-Ergebnis auf und verlieh den Atlas Lions den AFCON-Titel. Der senegalesische Fußballverband ist über diese Entscheidung empört. Präsident Augusts Cisse bezeichnete sie als „Schande“ und kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
„Wir werden gegen diese Entscheidung beim CAF und gegebenenfalls beim CAS Berufung einlegen“, sagte Cisse in einer deutlich formulierten Erklärung. „Das ist eine Ungerechtigkeit, die wir nicht akzeptieren können. Unser Team hat das AFCON-Finale fair und fair gewonnen, und wir werden dafür kämpfen, dass dieses Ergebnis bestätigt wird.“
Marokko hingegen ist zuversichtlich, dass ihre Anziehungskraft Bestand haben wird. Der Königliche Marokkanische Fußballverband (FRMF) veröffentlichte eine Erklärung, in der er behauptete, der Fall AFCON sei nun „abgeschlossen“ und sie seien die rechtmäßigen Meister des Turniers.
„Wir freuen uns, dass der CAF-Disziplinarausschuss die im Finale begangenen Ungerechtigkeiten anerkannt hat“, heißt es in der FRMF-Erklärung. „Marokko ist der Champion der AFCON 2022, und wir betrachten diesen Fall als abgeschlossen.“
Die Kontroverse um das AFCON-Finale hat eine hitzige Debatte innerhalb der afrikanischen Fußballgemeinschaft ausgelöst, bei der viele die Integrität des Schiedsrichterwesens und des Entscheidungsprozesses in Frage stellten. Während Senegal weiterhin gegen das Urteil kämpft, bleibt der endgültige Ausgang des Turniers ungewiss und es besteht die Möglichkeit weiterer Berufungen und Rechtsstreitigkeiten.
Quelle: Al Jazeera


