Musk gibt umstrittenen Twitter-Übernahme-Tweet zu: „War vielleicht nicht der klügste“

Elon Musk verteidigt sich vor Gericht gegen die Vorwürfe, dass sein Tweet über die 44-Milliarden-Dollar-Twitter-Übernahme zu Anlegerverlusten geführt habe, und räumt ein, dass dies „vielleicht nicht mein klügster Weg“ gewesen sei.
Elon Musk, der reichste Mann der Welt, hat zugegeben, dass der Tweet, der im Zentrum eines milliardenschweren Rechtsstreits über seine 44-Milliarden-Dollar-Übernahme von Twitter steht, „vielleicht nicht mein klügster gewesen ist“, während er sich vor Gericht gegen Vorwürfe der Marktmanipulation verteidigt.
In seiner Aussage am Mittwoch sagte Musk vor einer Jury in San Francisco, dass sein Beitrag nicht dazu gedacht sei, den Aktienkurs von Twitter zu manipulieren der Übernahmekampf. Eine Gruppe von Twitter-Investoren hat behauptet, sie hätten Geld verloren, nachdem Musk damit gedroht hatte, von dem Deal zurückzutreten, um bei den Übernahmeverhandlungen Einfluss zu gewinnen, obwohl ihm bewusst war, dass er rechtlich dazu gezwungen sein würde, die 44-Milliarden-Dollar-Übernahme abzuschließen.
Im Mittelpunkt der Klage steht ein Tweet, den Musk im Mai 2022 veröffentlichte, in dem er sagte, der Deal sei „vorübergehend auf Eis gelegt“, bis eine Untersuchung der Anzahl von Spam- und Fake-Konten auf der Plattform durchgeführt werde. Dieser Tweet ließ den Aktienkurs von Twitter einbrechen, und die Investoren behaupten, Musk habe ihn als Taktik genutzt, um den Deal neu auszuhandeln.
Musk argumentierte jedoch, dass der Tweet nicht dazu gedacht war, den Markt zu manipulieren, sondern vielmehr eine berechtigte Sorge auszuräumen, die er hinsichtlich der Anzahl der Bots auf der Plattform hatte. Er behauptete, er habe lediglich versucht, mehr Informationen über das Ausmaß des Bot-Problems zu erhalten, bevor er die Übernahme abschloss.
Der Prozess ist ein entscheidender Moment für Musk, der wegen seiner Handhabung des Twitter-Deals einer genauen Prüfung unterzogen wird. Die 44-Milliarden-Dollar-Übernahme sorgte für Kontroversen und Aufruhr. Musk stimmte dem Deal zunächst zu und versuchte dann auszusteigen, bevor er den Kauf schließlich im Oktober 2022 durchführte.
Musks Aussage ist Teil eines laufenden Rechtsstreits zwischen dem Milliardär und den Twitter-Investoren, die Schadensersatz für ihre Verluste fordern. Der Ausgang des Prozesses könnte erhebliche Auswirkungen auf Musks Ruf und seine finanzielle Lage sowie auf die Zukunft der Social-Media-Plattform haben, die ihm jetzt gehört.
Im weiteren Verlauf des Prozesses werden alle Augen auf Musks Fähigkeit gerichtet sein, seine Handlungen zu verteidigen und die Jury davon zu überzeugen, dass sein Tweet zwar möglicherweise unklug, aber nicht dazu gedacht war, den Markt zu seinem eigenen Vorteil zu manipulieren. Es steht viel auf dem Spiel und das Urteil könnte weitreichende Folgen sowohl für Musk als auch für die Zukunft von Twitter haben.
Quelle: Ars Technica


