Myanmars Junta-Chef ebnet den Weg für die Präsidentschaft

Myanmars Militärjuntaführer Min Aung Hlaing wurde durch einen engen Verbündeten als Kommandeur ersetzt und ebnete damit den Weg für ihn, der nächste Präsident des Landes in einem der Armee treu ergebenen Parlament zu werden.
In einem Schritt, der die Machtübernahme des Militärs in Myanmar weiter festigt, wurde der Junta-Führer des Landes Min Aung Hlaing als oberster Militärbefehlshaber durch einen engen Verbündeten ersetzt. Diese strategische Änderung ebnet den Weg für Hlaing, der nächste Präsident des Landes zu werden, da ihm nun eine Dreier-Abstimmung in einem Parlament bevorsteht, das überwiegend der Armee treu ergeben ist.
Hlaings Nachfolger, Soe Win, ist ein langjähriger vertrauenswürdiger Mitarbeiter, der jahrzehntelang an der Seite des Junta-Chefs gedient hat. Die Ernennung stärkt Hlaings Position, da er versucht, seine Herrschaft durch die Präsidentschaft zu legitimieren, nachdem das Militär 2021 durch einen Putsch die Macht übernommen und die demokratisch gewählte Regierung gestürzt hatte.
Das vom Militär dominierte Parlament wird voraussichtlich in den kommenden Wochen über den nächsten Präsidenten abstimmen, wobei Hlaing der Spitzenkandidat sein wird. Die anderen beiden Kandidaten sind der derzeitige Vizepräsident Myint Swe, eine weitere von der Armee ernannte Persönlichkeit, und Tin Aung San, der Sprecher des Oberhauses des Parlaments.
Seit dem Putsch sah sich das Militär breitem öffentlichen Widerstand und bewaffnetem Widerstand gegenüber und stürzte das Land ins Chaos und in eine Wirtschaftskrise. Hlaings mögliche Ernennung zum Präsidenten wird als Versuch gesehen, seine Macht zu festigen und die Herrschaft des Militärs trotz der anhaltenden Unruhen zu legitimieren.
Kritiker haben den Schritt verurteilt und argumentiert, dass er jede Aussicht auf eine Rückkehr zur Demokratie in Myanmar untergräbt. Phil Robertson, der stellvertretende Asien-Direktor von Human Rights Watch, beschrieb die Situation als
Quelle: Deutsche Welle


