Myanmars militärischer starker Mann festigt seine Macht als neuer Präsident

Myanmars Militärherrscher Min Aung Hlaing wurde zum Präsidenten gewählt und festigte damit seine Machtposition fünf Jahre nach der Übernahme der Macht durch einen Putsch weiter.
In einem Schritt, der seine autoritäre Herrschaft festigt, wurde Myanmars Militärführer Min Aung Hlaing vom vom Militär unterstützten Parlament zum neuen Präsidenten des Landes gewählt. Dies geschieht fünf Jahre, nachdem er einen Putsch angeführt hatte, der die demokratisch gewählte Regierung stürzte und die Nation in Aufruhr stürzte.
Der 66-jährige General, der seit dem Putsch 2021 de facto der Herrscher von Myanmar ist, wurde von der vom Militär dominierten Legislative ausgewählt, um offiziell die Rolle des Präsidenten zu übernehmen. Diese Entscheidung festigt seine Position als oberster Führer des Landes und verleiht ihm mehr Legitimität und Kontrolle über die Hebel der Macht.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Das Militär rechtfertigte den Putsch damit, dass es bei den Parlamentswahlen 2020, die von der Partei von Aung San Suu Kyi gewonnen wurden, zu weit verbreitetem Wahlbetrug gekommen sei. Internationale Beobachter haben diese Behauptungen jedoch als Vorwand für eine Machtergreifung zurückgewiesen. Seitdem ist Myanmar im Chaos versunken, und das Militär geht mit brutaler Gewalt gegen abweichende Meinungen und pro-demokratische Proteste vor.
Aung San Suu Kyi, die ehemalige zivile Anführerin, bleibt aufgrund weithin als erfundener Anschuldigungen im Gefängnis. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen wurden Tausende weitere von den Sicherheitskräften der Junta getötet oder festgenommen. Auch die Wirtschaft des Landes ist zusammengebrochen, was die ohnehin schon schlimme humanitäre Krise noch verschärft.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Die internationale Gemeinschaft hat das Vorgehen des Militärs weitgehend verurteilt und viele Länder haben Sanktionen gegen Führungskräfte und Unternehmen Myanmars verhängt. Die Junta blieb jedoch trotzig und knüpfte engere Beziehungen zu China und Russland, die ihnen diplomatischen Schutz und wirtschaftliche Unterstützung boten.
Da Min Aung Hlaing nun offiziell Präsident ist, ist der Einfluss des Militärs auf die Macht stärker denn je. Kritiker warnen, dass dies die politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen im Land nur verschärfen und es schwieriger machen würde, eine friedliche Lösung der Krise zu finden.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Die Lage in Myanmar ist nach wie vor sehr instabil, und der bewaffnete Widerstand von demokratiefreundlichen Gruppen und ethnischen Minderheiten hält an. Die Zukunft des Landes bleibt ungewiss, da das Militärregime versucht, seine Kontrolle zu festigen und jede verbleibende Opposition zu unterdrücken.
Quelle: The New York Times


