NAACP startet College-Sport-Boykott wegen Stimmrechten

Bürgerrechtsorganisation fordert schwarze Sportler und Fans nachdrücklich auf, Universitäten im Süden wegen der Beschränkungen der Stimmrechtsvertretung nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs zu boykottieren.
Die National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) hat eine aggressive neue Initiative gestartet, die auf Hochschulsportprogramme im gesamten amerikanischen Süden abzielt. Am Dienstag stellte die prominente Bürgerrechtsorganisation die sogenannte „Out of Bounds“-Kampagne vor, die schwarze Sportler, ihre Familien, Alumni-Mitglieder und treue Fans ausdrücklich dazu aufruft, den Sportabteilungen öffentlicher Universitäten in Bundesstaaten, die die Wählervertretung der Schwarzen aktiv untergraben, ihre Unterstützung zu entziehen.
Diese strategische Kampagne stellt eine bedeutende Eskalation der Reaktion der NAACP auf das dar, was die Organisation als koordinierten Angriff auf das Stimmrecht ansieht Schutzmaßnahmen. Der Zeitpunkt der Kampagne steht in direktem Zusammenhang mit einer umstrittenen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Fall Louisiana gegen Callais, die den Schutz durch den Voting Rights Act, einem grundlegenden Teil der Bürgerrechtsgesetzgebung, der Minderheitswähler seit Jahrzehnten schützt, dramatisch geschwächt hat. Das Urteil hat den Staaten die Tür geöffnet, Wahlkarten mit minimaler bundesstaatlicher Aufsicht neu zu erstellen, eine Entwicklung, von der Wahlrechtsbefürworter behaupten, dass sie schwarzen Wählern in mehreren Bundesstaaten systematisch das Wahlrecht entziehen wird.
Acht Südstaaten haben bereits energische Schritte unternommen, um neue Bezirkskarten einzuführen, die die Wahlbeteiligung der Schwarzen in ihren jeweiligen Gerichtsbarkeiten begrenzen sollen. Die NAACP identifizierte insbesondere Tennessee, Louisiana, Alabama, Florida, Mississippi, South Carolina, Texas und Georgia als Staaten, deren Handlungen die Boykottkampagne rechtfertigen. Diese acht Bundesstaaten beherbergen führende Sportprogramme der öffentlichen Universitäten, die zusammen einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen US-Dollar erwirtschaften, was sie zu wirtschaftlich bedeutenden Zielen einer verbraucherbasierten Boykottinitiative macht.


