Neuer Bericht enthüllt Hilfe beim Kauf von Programmen für Gutverdiener

Das einflussreiche Institute for Fiscal Studies stellte fest, dass das britische Programm „Help to Buy“ einkommensstarken Käufern überproportional geholfen hat und Personen mit geringerem Einkommen auf dem Immobilienmarkt benachteiligt hat.
Ein neuer Bericht des renommierten Institute for Fiscal Studies (IFS) hat Ungleichheiten im britischen Help to Buy-Programm aufgedeckt. Die IFS-Studie ergab, dass das Programm, das Erstkäufern von Eigenheimen helfen sollte, in Wirklichkeit überwiegend Personen mit höherem Einkommen zugute gekommen ist und nicht jenen mit niedrigerem Einkommen.
Das 2013 ins Leben gerufene Equity-Darlehensprogramm „Help to Buy“ stellte staatlich unterstützte Darlehen zur Deckung von bis zu 20 % des Wertes eines Eigenheims bereit, mit dem Ziel, den Zugang zum Wohneigentum zu erleichtern. Die IFS-Analyse zeigt jedoch, dass die Mehrheit der Begünstigten des Programms Haushalte mit einem Einkommen in den oberen 40 % des Landes waren.
„Die Beweise deuten darauf hin, dass Help to Buy relativ wenig zur Förderung des Wohneigentums bei Haushalten mit niedrigem Einkommen beigetragen hat“, sagte IFS-Forscherin Rowena Crawford. „Stattdessen hat es vor allem Haushalten mit höherem Einkommen dabei geholfen, teurere Immobilien zu kaufen.“
Der Bericht hebt hervor, wie die Struktur des Programms, die von den Teilnehmern eine Anzahlung von mindestens 5 % verlangte, Hürden für diejenigen mit begrenzten Ersparnissen schuf. Dadurch wurden viele Personen mit geringerem Einkommen effektiv davon ausgeschlossen, das Programm in Anspruch zu nehmen.
Die Ergebnisse geben Anlass zur Sorge hinsichtlich der Fähigkeit des Programms, die wachsende Krise bei der Erschwinglichkeit von Wohnraum im Vereinigten Königreich zu bewältigen, insbesondere für Erstkäufer und Personen mit bescheidenerem Einkommen. Kritiker argumentieren, dass die Mittel besser auf die Förderung von Wohneigentum bei einkommensschwächeren und unterrepräsentierten Gruppen
hätten ausgerichtet werden können„Dieser Bericht unterstreicht die Notwendigkeit für politische Entscheidungsträger, die Gestaltung und Umsetzung von Programmen zur Verbesserung der Zugänglichkeit von Wohnraum neu zu bewerten“, sagte Dr. Emma Sagor, Expertin für Wohnungspolitik. „Die Gewährleistung eines gleichberechtigten Zugangs zum Wohneigentum sollte oberste Priorität haben.“
Da das Vereinigte Königreich weiterhin mit steigenden Wohnkosten und sinkenden Wohneigentumsquoten zu kämpfen hat, dienen die Ergebnisse des IFS-Berichts als warnendes Beispiel. Die politischen Entscheidungsträger müssen die Verteilungseffekte solcher Programme sorgfältig abwägen, um sicherzustellen, dass sie wirklich den Bedürfnissen aller potenziellen Hauskäufer und nicht nur der Wohlhabendsten gerecht werden.
Quelle: BBC News


