NHS gewährt Palantir „gefährlichen“ Zugang zu Patientendaten

Abgeordnete kritisieren die Entscheidung des NHS England, dem US-Technologieunternehmen Palantir uneingeschränkten Zugriff auf identifizierbare Patientendaten für ein KI-Gesundheitsprojekt zu gewähren, was Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes aufkommen lässt.
In einer bedeutenden Entwicklung, die in parlamentarischen Kreisen erhebliche Kontroversen ausgelöst hat, haben Abgeordnete ernsthafte Alarmglocken läuten lassen über die Entscheidung des NHS England, dem amerikanischen Technologieunternehmen Palantir umfassenden Zugang zu identifizierbaren Patienteninformationen zu gewähren. Diese Entscheidung, die im Rahmen einer ehrgeizigen Initiative zur Nutzung künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Gesundheitsdienste getroffen wurde, wurde von den Gesetzgebern als grundsätzlich „gefährlich“ und potenziell schädlich für das Vertrauen der Öffentlichkeit in das geschätzte Gesundheitssystem des Landes bezeichnet.
Die Enthüllung, über die ursprünglich die Financial Times berichtete, deckt auf, was viele für eine besorgniserregende Diskrepanz zwischen erklärten Datenschutzverpflichtungen und tatsächlichen Datenverarbeitungspraktiken halten. Berichten zufolge wurde Palantir uneingeschränkter Zugriff auf sensible Patientenakten gewährt, bevor diese den entscheidenden Prozess der Pseudonymisierung durchlaufen haben – ein entscheidender Anonymisierungsschritt, der die Privatsphäre des Einzelnen schützen soll. Diese Regelung steht in krassem Gegensatz zu den weit verbreiteten Erwartungen darüber, wie solche sensiblen persönlichen Gesundheitsinformationen verwaltet und geschützt werden sollten.
Die Führung des NHS England hat diesen Ansatz als notwendig für die Entwicklung einer integrierten Plattform zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ganzen Land begründet. Das Projekt zielt darauf ab, fortschrittliche Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz zu nutzen, um Muster zu analysieren, Gesundheitsergebnisse vorherzusagen und letztendlich die Patientenversorgung auf systemischer Ebene zu verbessern. Allerdings sind die Mittel, mit denen dieses hehre Ziel verfolgt wird – der uneingeschränkte Zugriff auf ungeschützte Patientendaten – zum zentralen Streitpunkt geworden.


