Nobelpreisträgerin Narges Mohammadi in kritischem Zustand

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie im Gefängnis zusammengebrochen war. Familie berichtet von einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit dem Herzinfarkt im März.
Narges Mohammadi, die bekannte iranische Aktivistin und Trägerin des prestigeträchtigen Friedensnobelpreises 2023, wurde nach einer schweren Gesundheitskrise während ihrer Haft im Iran ins Krankenhaus eingeliefert. Berichten ihrer Familie und internationalen Menschenrechtsorganisationen zufolge brach die Nobelpreisträgerin innerhalb der Gefängnismauern zusammen und befindet sich derzeit in einem kritischen Zustand, in dem sie medizinisch versorgt wird. Ihr Gesundheitszustand hat sich seit ihrem schweren Herzereignis im März deutlich verschlechtert, was bei ihren Unterstützern und internationalen Beobachtern ernsthafte Bedenken hinsichtlich ihres Wohlergehens und des Zugangs zu angemessener medizinischer Behandlung hervorruft.
Die Umstände rund um Mohammadis Krankenhausaufenthalt unterstreichen die prekären Bedingungen, denen politische Gefangene und Menschenrechtsverteidiger im iranischen Justizvollzugssystem ausgesetzt sind. Ihre Familie äußerte ihre tiefe Besorgnis über die Verschlechterung ihres Gesundheitszustands während der Haft, insbesondere angesichts des begrenzten Zugangs zu angemessenen medizinischen Einrichtungen und Spezialisten, der im iranischen System häufig für die Inhaftierung typisch ist. Der Zustand der Aktivistin löste bei internationalen Menschenrechtsaktivisten sofortige Besorgnis aus und forderte ihre sofortige Freilassung und den Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung außerhalb des Gefängnisses.
Mohammadis Weg als Verfechter der Menschenrechte war geprägt von jahrzehntelangem unerschütterlichem Engagement für den Kampf für die Rechte der Frauen und den Widerstand gegen obligatorische Hijab-Gesetze im Iran. Ihre Arbeit, Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und sich für die Rechte von Gefangenen einzusetzen, hat sie trotz anhaltenden Widerstands der Regierung und rechtlicher Verfolgung zu einer prominenten Persönlichkeit in der iranischen Bürgerrechtsbewegung gemacht. Vor ihrem letzten Krankenhausaufenthalt musste sie mehrere Verhaftungen und Haftstrafen ertragen, was die Feindseligkeit der iranischen Behörden gegenüber ihrem Aktivismus widerspiegelt.
Die Anerkennung ihrer Beiträge erfolgte, als ihr das norwegische Nobelkomitee den Friedensnobelpreis 2023 verlieh und damit ihren Kampf gegen Unterdrückung und ihren Einsatz für Menschenrechte und Grundfreiheiten würdigte. Diese internationale Auszeichnung steigerte ihr weltweites Ansehen und erhöhte gleichzeitig den Druck auf iranische Beamte hinsichtlich ihrer Behandlung. Die Verleihung des Nobelpreises stellte einen bedeutenden Moment für den Menschenrechtsaktivismus im Iran dar, obwohl dies weder zu einer Verbesserung der Bedingungen noch zu ihrer Freilassung aus der Haft führte.
Quelle: NPR


