Der norwegischen Firma Telenor droht eine Sammelklage wegen Datenverstoßes in Myanmar

Telenor wurde beschuldigt, Kunden in Myanmar durch die Weitergabe von Benutzerdaten an die Militärjunta gefährdet zu haben, was zu einer Sammelklage in Schweden führte. Der Telekommunikationsriese behauptet, er habe keine Wahl gehabt.
Besorgniserregend ist die Entwicklung, dass eine schwedische gemeinnützige Organisation eine Sammelklage gegen Norwegens führendes Telekommunikationsunternehmen Telenor wegen angeblicher Aktionen in Myanmar eingereicht hat. In der Klage wird Telenor vorgeworfen, seine Kunden in Myanmar durch die Weitergabe ihrer personenbezogenen Daten an die Militärjunta des Landes einem Risiko ausgesetzt zu haben.
In der von der Organisation Civil Rights Defenders eingereichten Klage wird behauptet, dass die Entscheidung von Telenor, Kundeninformationen an die Militärbehörden von Myanmar weiterzugeben, das Leben und die Sicherheit unzähliger Personen im Land gefährdet habe. Dieser Schritt wird als direkter Verstoß gegen die ethischen und rechtlichen Verpflichtungen des Unternehmens zum Schutz der Privatsphäre und Sicherheit seiner Benutzer angesehen.
Telenor, einer der größten Mobilfunkbetreiber in Myanmar, hat sein Vorgehen mit der Begründung verteidigt, dass es in dieser Angelegenheit keine wirkliche Wahl habe. Das Unternehmen behauptet, dass es vor der schwierigen Entscheidung stand, entweder den Forderungen der Junta nachzukommen oder die vollständige Einstellung seiner Aktivitäten im Land zu riskieren, was dazu geführt hätte, dass Millionen von Bürgern Myanmars keinen Zugang zu wesentlichen Kommunikationsdiensten hätten.
Quelle: Deutsche Welle


