Das Woods-Verbot von Nova Scotia wurde vom Gericht aufgehoben

Ein kanadischer Richter hob das umstrittene Waldbrandverbot in Nova Scotia auf, nachdem ein Wanderer die vage Definition von „Wald“ unter Berufung auf Grenzen des gesunden Menschenverstands angefochten hatte.
Während des Höhepunkts der Waldbrandsaison in Nova Scotia im vergangenen Sommer waren die Provinzbehörden mit einer beispiellosen Krise konfrontiert, die sowohl Leben als auch Lebensgrundlagen in der gesamten Region bedrohte. Die steigende Gefahr durch die Ausbreitung von Waldbränden veranlasste Regierungsbeamte dazu, immer strengere Anweisungen an die Öffentlichkeit zu erlassen, angefangen bei freiwilligen Aufforderungen bis hin zu verbindlichen Verboten, die die Bewohner von potenziell gefährlichen Waldgebieten fernhalten sollten.
Was als einfacher Appell zur Vorsicht begann, verwandelte sich schnell in ein rechtsverbindliches Verbot des Zugangs zu Wäldern, das dramatische Auswirkungen auf das tägliche Leben der Einwohner von Nova Scotia haben würde. Nach der neuen Regelung drohen hohe Strafen für jeden, der dabei erwischt wird, wie er sich in Waldgebiete wagt. Die Geldstrafen erreichen bis zu 25.000 kanadische Dollar – ein Betrag, der mehr als der Hälfte dessen entspricht, was ein durchschnittlicher kanadischer Arbeiter in einem ganzen Jahr verdient. Die Schwere dieser Strafen unterstreicht die Entschlossenheit der Regierung, menschliche Aktivitäten zu verhindern, die während der gefährlichen Jahreszeit unbeabsichtigt Waldbrände auslösen oder verschlimmern könnten.
Allerdings erwies sich das Nova Scotia-Waldbrandverbot von Anfang an als rechtlich problematisch. Die Hauptschwäche der Verordnung lag in der grundsätzlichen Unklarheit darüber, was laut Gesetz „der Wald“ ist. Der Begriff, der den Regierungsbeamten, die die Notstandsanordnung formulierten, intuitiv offensichtlich erschien, wurde bei rechtlicher Prüfung und praktischer Anwendung bemerkenswert mehrdeutig. Diese Unbestimmtheit würde sich letztendlich als fatal für die Durchsetzbarkeit der Verordnung vor Gericht erweisen.


