Die Polizei von New South Wales lässt die Protestklage gegen Herzog wegen rechtswidriger Beschränkungen fallen

Die Polizei von NSW bestätigt, dass die Anklage gegen Demonstranten, die bei einer Kundgebung im Rathaus von Sydney gegen den israelischen Präsidenten Isaac Herzog festgenommen wurden, aufgrund des inzwischen nicht mehr geltenden Gesetzes über öffentliche Versammlungen fallen gelassen wird.
In einer bedeutenden Entwicklung für die bürgerlichen Freiheiten und Protestrechte in Australien hat die NSW-Polizei bestätigt, dass sie die gegen Demonstranten erhobenen Anklagen fallen lässt, die im Februar an einem hochkarätigen Sydney-Protest gegen Isaac Herzog im Rathaus teilgenommen haben. Der Entscheidung liegen rechtliche Anfechtungen zugrunde, die die Gültigkeit der während der umstrittenen Kundgebung eingesetzten Durchsetzungsmechanismen in Frage stellen. Anwälte fordern nun eine vollständige Rücknahme aller Anklagen gegen die etwa 30 Personen, die ursprünglich festgenommen und angeklagt wurden.
Der Polizeikommissar von New South Wales, Mal Lanyon, gab die Entscheidung während eines Interviews mit ABC Radio am Mittwochmorgen bekannt und deutete an, dass die Polizei bis zu einer umfassenden Überprüfung Anklagen, die im Rahmen des Gesetzes zur Erklärung der Beschränkung öffentlicher Versammlungen (Pard) erhoben werden, fallenlassen werde. Diese umstrittene Gesetzgebung wurde speziell während der Proteste im Februar vor dem Rathaus von Sydney geltend gemacht, die als Opposition gegen den Besuch des israelischen Präsidenten in Australien organisiert worden waren. Es besteht jedoch weiterhin erhebliche Unsicherheit darüber, wie viele der 30 angeklagten Demonstranten letztendlich von dieser Entscheidung profitieren werden.
Das Gesetz zur Erklärung der Beschränkung öffentlicher Versammlungen, das von den Behörden inzwischen als problematisch erachtet wird, wurde als Präventivmaßnahme auf dem Höhepunkt der Spannungen rund um Herzogs Besuch umgesetzt. Rechtsexperten und Bürgerrechtsaktivisten bezweifeln seit langem die Gültigkeit und Angemessenheit solch weitreichender Einschränkungen der öffentlichen Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Die im Rahmen dieses Gesetzes erhobenen Anklagen sind zum Mittelpunkt einer anhaltenden rechtlichen und politischen Debatte über das richtige Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und dem Schutz grundlegender demokratischer Rechte geworden.


