Die Polizei von New South Wales wendet sich von der Krisenreaktion im Bereich der psychischen Gesundheit ab

Die Polizei von NSW übernimmt das britische Modell für psychische Vorfälle nach tödlichen Schießereien. Gesundheitspersonal soll im Rahmen einer neuen Vereinbarung zu Ersthelfern werden.
New South Wales bereitet sich auf die Umsetzung einer bedeutenden Reform der Art und Weise vor, wie Notfalldienste mit psychischen Krisen umgehen. Dabei geht es weg von traditionellen, von der Polizei geleiteten Reaktionen hin zu einem Modell, bei dem Gesundheitsfachkräfte als Ersthelfer Vorrang haben. Der Wandel erfolgt im Zuge mehrerer tödlicher Schießereien, an denen Personen beteiligt waren, die sich in einer psychischen Krise befanden, und führte zu dringenden Forderungen seitens der Familien der Opfer und der Strafverfolgungsbehörden gleichermaßen, die Krisenreaktionsprotokolle grundlegend umzustrukturieren.
Polizeiministerin Yasmin Catley hat bestätigt, dass die Gespräche mit NSW Health rasch voranschreiten und sich die Verhandlungen über ein umfassendes Memorandum of Understanding (MoU) nun in der Endphase befinden. In einem direkten Gespräch mit Mitgliedern der Polizeigewerkschaft am Dienstag erkannte Catley den kritischen Charakter dieser Diskussionen an und erklärte, dass „es ein MoU gibt, das kurz vor der Unterzeichnung steht.“ Diese Vereinbarung stellt einen Wendepunkt für die polizeilichen Reaktionsverfahren im gesamten Bundesstaat dar und könnte möglicherweise die Art und Weise verändern, wie jährlich Hunderte von Einsätzen im Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit abgewickelt werden.
Der vorgeschlagene Rahmen orientiert sich am etablierten Krisenreaktionsmodell im Bereich der psychischen Gesundheit des Vereinigten Königreichs, das messbare Erfolge bei der Reduzierung der Polizeibeteiligung bei gewaltfreien Notfällen im Bereich der psychischen Gesundheit gezeigt hat. Im Rahmen dieses Ansatzes würden spezialisierte Gesundheitsfachkräfte und Fachkräfte für psychische Gesundheit als Ersthelfer bei Vorfällen eingesetzt, an denen Personen in psychischen Belastungen beteiligt sind, wobei polizeiliche Unterstützung nur dann zur Verfügung steht, wenn die Situation eskaliert oder ein Sicherheitsrisiko für die Öffentlichkeit darstellt. Dies stellt eine grundlegende Abkehr von den derzeitigen Praktiken dar, bei denen uniformierte Beamte normalerweise die Standard-Notfallreaktion darstellen.


