Pflegekräfte in New York starten Hungerstreik über 24-Stunden-Schichten

New Yorker Anbieter von häuslicher Pflege fordern Maßnahmen des Rates wegen Lohnungerechtigkeit und drohen mit einem weiteren Hungerstreik wegen obligatorischer 24-Stunden-Schichten, die nur für 13 Stunden bezahlt werden.
Heimpflegekräfte in New York verschärfen ihren Kampf gegen die ihrer Meinung nach ausbeuterischen Arbeitspraktiken, die die Branche seit Jahrzehnten prägen. Der Kampf um faire Löhne in der häuslichen Pflege hat einen kritischen Punkt erreicht, da sich die Arbeiter auf einen weiteren dramatischen Hungerstreik vorbereiten, um die Stadtbeamten zum Handeln zu drängen. Dieser anhaltende Streit verdeutlicht die systemischen Herausforderungen, mit denen Tausende von häuslichen Pflegedienstleistern in der größten Stadt des Landes konfrontiert sind, die weiterhin unter Bedingungen arbeiten, von denen viele behaupten, dass sie gegen den grundlegenden Arbeitsschutz und die Menschenwürde verstoßen.
Letzten Monat protestierte eine entschlossene Gruppe von 15 Mitarbeitern der häuslichen Krankenpflege direkt vor das New Yorker Rathaus und errichtete an sechs aufeinanderfolgenden Tagen ein Lager vor dem Gemeindegebäude. Getrieben von der Frustration über jahrelang unzureichende Entlohnung und anstrengende Arbeitspläne trafen die Arbeiter aus Protest die außergewöhnliche Entscheidung, Essen zu verweigern. Ihre dramatische Aktion erregte öffentliche Aufmerksamkeit und führte schließlich dazu, dass sich die Führung des Stadtrats dazu verpflichtete, über vorgeschlagene Arbeitsschutzgesetze abzustimmen, um ihre Bedenken hinsichtlich der 24-Stunden-Schichtpflicht auszuräumen.
Das Kernproblem dieses Streits dreht sich um das, was Arbeitnehmer als ein grundsätzlich ungerechtes Vergütungsmodell bezeichnen. Häusliche Pflegedienstleister müssen 24-Stunden-Schichten absolvieren – vom Morgen bis zum nächsten Morgen –, erhalten jedoch nur für 13 dieser Stunden eine Vergütung. Das bedeutet, dass die Arbeitnehmer faktisch elf Stunden ohne jegliche Entschädigung arbeiten, eine Praxis, die in den meisten anderen Branchen illegal wäre, in der häuslichen Pflege jedoch zum Standard geworden ist. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf einzelne Arbeitnehmer sind verheerend und führen zu erheblichen Einkommensverlusten, die viele häusliche Pflegekräfte nicht aufgeben können.


