Pakistan startet grenzüberschreitende Angriffe gegen Militante

Pakistan führte nach einem Anstieg inländischer Angriffe geheimdienstbasierte Militäroperationen gegen Verstecke von Militanten entlang der afghanischen Grenze durch.
Die pakistanischen Streitkräfte führten bei Operationen am Samstagabend grenzüberschreitende Angriffe entlang der instabilen afghanischen Grenze durch und zielten dabei insbesondere auf Orte, die Beamte als militante Hochburgen bezeichneten, die für die Eskalation der Gewalt auf pakistanischem Territorium verantwortlich seien. Die Angriffe stellen eine deutliche Eskalation der Reaktion Pakistans auf die zunehmenden Sicherheitsbedrohungen dar, die von der durchlässigen Grenzregion ausgehen.
Nach Angaben des pakistanischen Informationsministeriums wurden diese als „geheimdienstgestützte, selektive Operationen“ beschrieben, die gegen Lager der pakistanischen Taliban, auch bekannt als Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), durchgeführt wurden. Das Ministerium betonte, dass die Operationen auf der Grundlage glaubwürdiger Erkenntnisse über militante Aktivitäten in den Grenzgebieten präzise geplant und durchgeführt wurden.
Die pakistanische Regierung hat es unterlassen, bestimmte geografische Orte offenzulegen, an denen die Angriffe stattgefunden haben, um die operative Sicherheit rund um die sensible Militäraktion aufrechtzuerhalten. Beamte lehnten es außerdem ab, detaillierte Opferzahlen zu nennen oder den Umfang der Einsätze näher zu erläutern, und verwiesen auf Sicherheitsbedenken und den anhaltenden Charakter der Terrorismusbekämpfung in der Region.
Berichte in sozialen Medien und unbestätigte Berichte aus lokalen Quellen deuten darauf hin, dass die Militärangriffe auf afghanischem Territorium durchgeführt wurden, obwohl die pakistanischen Behörden den grenzüberschreitenden Charakter der Einsätze nicht offiziell bestätigt haben. Das Ausbleiben einer sofortigen Reaktion aus Kabul hat die Spekulationen über das Ausmaß und den Ort der Militäraktion verstärkt.


