Pakistanische Angriffe töten 7 und verwunden 85 bei einem afghanischen Universitätsangriff

Afghanische Beamte berichten, dass bei pakistanischen Militärangriffen auf die Kunar-Universität sieben Menschen getötet und 85 verletzt wurden. Pakistan bestreitet die Vorwürfe des ersten Großangriffs seit den Friedensgesprächen.
In einer erheblichen Eskalation der grenzüberschreitenden Spannungen haben pakistanische Militärangriffe nach Berichten der afghanischen Behörden vom Montag zivile Gebiete im Nordosten Afghanistans angegriffen. Der Angriff auf einen Universitätscampus und Wohnviertel in der Provinz Kunar stellt einen schwerwiegenden Vorfall dar, der die fragile Stabilität gefährdet, die durch die jüngsten Friedensgespräche zwischen Afghanistan und Pakistan erreicht wurde. Afghanische Beamte haben bestätigt, dass der grenzüberschreitende Angriff zu sieben bestätigten Todesfällen und mindestens 85 Verletzten geführt hat, obwohl sich die Zahl der Opfer im Laufe der Rettungsaktionen weiter ändern könnte.
Bei der Offensive handelte es sich Berichten zufolge um Mörser und Raketen, die von pakistanischem Territorium aus abgefeuert wurden und den Universitätskomplex scheinbar präzise trafen. Auch mehrere zivile Wohngebäude neben der Bildungseinrichtung wurden bei einem Angriff getroffen, den die afghanischen Behörden als unprovozierten Angriff bezeichnen. Augenzeugenberichte beschreiben Szenen mit erheblicher Zerstörung, wobei Gebäude beschädigt wurden und Rettungsdienste mobilisiert wurden, um die Verwundeten zu behandeln und in den Trümmern nach potenziellen Überlebenden zu suchen. Der Zeitpunkt des Vorfalls, der sich im Anschluss an hochrangige diplomatische Verhandlungen ereignete, hat zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Durchführbarkeit der jüngsten Friedensabkommen zwischen den Nachbarstaaten geführt.
Die Reaktion des pakistanischen Militärs auf diese Anschuldigungen war schnell und unmissverständlich. Beamte wiesen Behauptungen, dass ihre Streitkräfte für die Angriffe verantwortlich seien, kategorisch zurück. Sprecher der pakistanischen Regierung bezeichneten afghanische Medienberichte und offizielle Erklärungen als „offensichtliche Lüge“ und deuteten an, dass der Vorfall möglicherweise andere Ursachen hatte oder dass die afghanischen Behörden die Fakten aus politischen Gründen falsch darstellten. Dieses Dementi steht jedoch im Widerspruch zu Augenzeugenaussagen und ersten Einschätzungen afghanischer Beamter, die am Tatort anwesend waren, und führt zu einer grundsätzlichen Meinungsverschiedenheit darüber, was sich zugetragen hat.


