Palästinensische Solidarität: Lehren aus Irans Freiheitskampf

Ein palästinensischer Autor erzählt, warum sie sich mit dem iranischen Volk solidarisieren, und untersucht, wie westliche Freiheitsversprechen oft imperialistische Pläne verschleiern.
History has shown that the West's promises of caring for our 'freedoms' are often empty, as imperialism ultimately seeks control. Als Palästinenser stehe ich in Solidarität mit dem iranischen Volk, das derzeit einen mutigen Kampf für seine eigene Befreiung führt. Diese gemeinsame Erfahrung im Widerstand gegen Unterdrückungskräfte hat eine tiefe Bindung zwischen unseren Gemeinschaften geschaffen.
Die anhaltenden Proteste im Iran, die durch den tragischen Tod von Mahsa Amini ausgelöst wurden, haben weltweite Aufmerksamkeit erregt. Diese Demonstrationen sind ein lautstarker Ruf nach Menschenrechten, persönlichen Freiheiten und einem Ende der autoritären Herrschaft der Regierung. Das iranische Volk fordert eine Zukunft, in der es in Würde leben kann, frei von den Zwängen eines gnadenlosen Regimes.
Als Palästinenser habe ich aus erster Hand miterlebt, wie die erklärte Sorge des Westens um die Menschenrechte oft nur als dünner Deckmantel für seine eigene imperialistische Agenda dient. Immer wieder haben wir gesehen, wie das Versprechen der „Freiheit“ zur Rechtfertigung militärischer Interventionen, Wirtschaftssanktionen und der Aufrechterhaltung ungerechter Machtstrukturen genutzt wurde.
Die Situation im Iran ist keine Ausnahme. Während die Aufmerksamkeit der Welt zu Recht auf die Unterdrückungstaktiken der iranischen Regierung gerichtet ist, müssen wir auch die Rolle externer Akteure unter die Lupe nehmen, die versuchen, die Schwachstellen des Landes zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen. Geopolitische Rivalitäten, wirtschaftliche Interessen und das Streben nach regionaler Vorherrschaft tragen alle zu der komplexen Dynamik bei, die hier im Spiel ist.
Als Palästinenser habe ich gelernt, dass wahre Befreiung nur durch die unerschütterliche Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit der Menschen selbst erreicht werden kann. Das iranische Volk demonstriert ebenso wie das palästinensische Volk seine Weigerung, sich zum Schweigen bringen oder unterwerfen zu lassen. Sie fordern ihre Entscheidungsfreiheit zurück und fordern eine Zukunft, die ihre Bestrebungen und Werte widerspiegelt.
In diesem Moment des gemeinsamen Kampfes stehe ich in Solidarität mit dem iranischen Volk, nicht nur aus einem Gefühl der Verbundenheit, sondern aus der tiefen Überzeugung, dass sein Kampf für die Freiheit ein Kampf für uns alle ist. Indem wir uns gegenseitig im Kampf gegen Unterdrückung unterstützen, können wir ein globales Netzwerk des Widerstands schmieden, das die Grundlagen ungerechter Machtstrukturen in Frage stellt.
Der Weg zur Befreiung ist lang und beschwerlich, aber das iranische Volk hat uns gezeigt, dass Mut, Entschlossenheit und ein unerschütterlicher Einsatz für Gerechtigkeit selbst die größten Hindernisse überwinden können. Als Palästinenser lasse ich mich von ihrer Entschlossenheit inspirieren und glaube, dass unser gemeinsamer Kampf letztendlich den Weg für eine gerechtere und gerechtere Welt für alle ebnen wird.
Quelle: Al Jazeera


