PEGI erweitert die Altersfreigabe und beschränkt Lootbox-Spiele auf 16+

PEGI, die Alterseinstufungsbehörde für Videospiele, hat neue Kriterien eingeführt, die Spiele mit Lootboxen auf Altersfreigaben ab 16 Jahren beschränken. Dies wirkt sich auf beliebte Franchise-Unternehmen wie FIFA von EA aus.
PEGI, die Pan-European Game Information-Organisation, hat große Änderungen an ihrem Alterseinstufungssystem angekündigt, die erhebliche Auswirkungen auf beliebte Videospiel-Franchises haben werden. Zuvor basierten PEGI-Bewertungen auf Faktoren wie Sex, Drogen, Gewalt, Schimpfwörter und Angst. Jetzt fügt die Organisation vier neue Kriterien hinzu, die die Alterseignung an interaktive Funktionen knüpfen, darunter das Vorhandensein von Beutekisten.
Diese Änderung bedeutet, dass Spiele, die Lootboxen enthalten – wie die virtuellen Kartenpakete in der FIFA-Serie von EA – für Kinder unter 16 Jahren als ungeeignet gelten. FIFA-Titel, die traditionell eine PEGI 3-Einstufung tragen, werden voraussichtlich in Zukunft auf eine PEGI 16-Einstufung angehoben.
Die neuen PEGI-Richtlinien gelten nur für neue Spiele, die ab Juni zur Klassifizierung eingereicht werden, oder wenn bestehende Titel Updates erhalten. Dies bedeutet, dass aktuelle Veröffentlichungen der FIFA-Franchise vorerst wahrscheinlich ihre niedrigeren Altersfreigaben beibehalten werden.
PEGIs Entscheidung, Lootboxen und andere interaktive Risikofaktoren zu berücksichtigen, kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt weiterhin mit der Ethik und dem potenziell Suchtcharakter dieser In-Game-Monetarisierungspraktiken auseinandersetzen. Viele Länder haben bereits beschlossen, Lootboxen in Videospielen einzuschränken oder zu verbieten, insbesondere solche, die sich an Kinder und Jugendliche richten.
Die PEGI-Änderungen werden erhebliche Auswirkungen auf die Gaming-Branche haben und Entwickler und Herausgeber dazu zwingen, ihre Monetarisierungsstrategien neu zu bewerten und sicherzustellen, dass ihre Titel für verschiedene Altersgruppen angemessen gekennzeichnet sind. Da sich die Regulierungslandschaft weiter weiterentwickelt, können Spieler mit mehr Transparenz und Verbraucherschutz rund um Beutekisten und andere potenziell süchtig machende Spielmechaniken rechnen.
Quelle: The Verge


