Pentagon löst ziviles Programm zur Todesverhütung auf

Der Generalinspekteur des Pentagon enthüllt, dass das Militär das gesetzlich vorgeschriebene Programm zur Verhinderung ziviler Opfer bei Militäreinsätzen stillschweigend eingestellt hat.
Das Pentagon steht unter intensiver Beobachtung, nachdem seine interne Aufsichtsbehörde bekannt gegeben hat, dass das Militär stillschweigend ein Programm zur Verhütung ziviler Schäden abgebaut hat, zu dessen Aufrechterhaltung das Bundesgesetz es ausdrücklich verpflichtet. Diese Offenlegung hat erhebliche Kontroversen ausgelöst, insbesondere angesichts der jüngsten Militäreinsätze, die ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsprotokolle für Zivilisten und der Maßnahmen zur Rechenschaftspflicht innerhalb des Verteidigungsministeriums hervorgerufen haben.
Laut einem umfassenden Bericht des Generalinspekteurs des Ministeriums verfügt das US-Militär nicht mehr über das erforderliche Personal, die technologischen Werkzeuge oder die institutionelle Infrastruktur, die zur Einhaltung zweier wichtiger Bundesgesetze erforderlich sind. Diese rechtlichen Anforderungen schreiben vor, dass das Pentagon sowohl eine funktionierende Richtlinie für zivile Unfallopfer aufrechterhält als auch ein Civilian Protection Center of Excellence (CP CoE) betreibt, eine Organisation, die speziell darauf ausgelegt ist, die Bemühungen zum Schutz der Zivilbevölkerung in allen militärischen Bereichen zu überwachen und zu verbessern.
Die Ergebnisse stellen einen erheblichen Verstoß gegen gesetzliche Verpflichtungen dar und werfen ernsthafte Fragen hinsichtlich der Verpflichtung des Militärs auf, den Schaden für Nichtkombattanten während Kampfeinsätzen so gering wie möglich zu halten. Die Untersuchung des Generalinspekteurs ergab, dass wichtige Positionen unbesetzt bleiben, kritische Systeme nicht ordnungsgemäß gewartet wurden und Organisationsstrukturen zur Bewältigung ziviler Schutzfragen praktisch aufgegeben oder in ihrer Kapazität erheblich eingeschränkt wurden.
Quelle: The Guardian


