Pentagon prüft Kellys Behauptungen über Waffenbestände

Verteidigungsminister Hegseth verwies Senator Mark Kelly wegen angeblicher Offenlegung geheimer Informationen über US-Waffenlieferungen an Anwälte des Pentagons.
In einer bedeutenden Entwicklung, die die anhaltenden Spannungen zwischen der Pentagon-Führung und dem Kongress unterstreicht, hat Verteidigungsminister Pete Hegseth eine formelle Überprüfung der öffentlichen Äußerungen von Senator Mark Kelly bezüglich der erschöpften US-Militärwaffenvorräte eingeleitet. Hegseth behauptet, dass Kelly bei jüngsten Medienauftritten möglicherweise sensible Verschlusssachen preisgegeben hat, was eine offizielle Überweisung an den Rechtsberater des Pentagon zur Untersuchung und möglichen Konsequenzen auslöste.
Die Kontroverse dreht sich um Kellys Auftritt in der CBS News-Sendung Face the Nation am vergangenen Sonntag, wo der Senator von Arizona detaillierte Einschätzungen der aktuellen amerikanischen Militärbestände gab. Kelly äußerte konkrete Bedenken hinsichtlich der dramatischen Reduzierung kritischer Munitionssysteme, darunter Tomahawk-Marschflugkörper, Army Tactical Missile Systems (ATACMS), SM-3-Abfangjäger, THAAD-Luftverteidigungsgeschosse und Patriot-Luftverteidigungsraketen, die erheblich dezimiert wurden.
Laut Kellys öffentlichen Äußerungen in der landesweiten Sendung wurden diese Waffensysteme aufgrund der fortgesetzten militärischen Unterstützungseinsätze im Iran-Konflikt und des umfassenderen Engagements im Nahen Osten stark in Anspruch genommen. Der Senator betonte den Ernst der Lage, indem er warnte, dass es Jahre dauern könnte, bis die Wiederauffüllung dieser wichtigen Verteidigungssysteme abgeschlossen sei, was die Vereinigten Staaten bei einer künftigen militärischen Konfrontation mit China oder anderen Konkurrenten möglicherweise in eine verwundbare strategische Position bringen könnte.


