Philip Morris warnt davor, dass illegaler Tabak bis 2030 den legalen Handel vernichten könnte

Der Tabakriese Philip Morris sagt in einer geheimen Anhörung vor dem Senat über Bedrohungen durch den illegalen Zigarettenhandel in Australien aus und beruft sich dabei auf Bedenken hinsichtlich der organisierten Kriminalität.
Philip Morris warnte eindringlich vor der Zukunft des australischen legalen Tabakmarktes und behauptete, dass der aufkeimende illegale Tabakhandel legale Produkte bis 2030 vollständig aus den Regalen verbannen könnte. Diese alarmierende Einschätzung gab der Tabakkonzern am Montag während einer vertraulichen Senatsanhörung in Canberra ab und markierte damit eine deutliche Abkehr von den etablierten parlamentarischen Transparenzprotokollen, die solche Verfahren seit über anderthalb Jahrzehnten regeln.
Während der nichtöffentlichen Sitzung argumentierten Führungskräfte des multinationalen Tabakkonzerns, dass ihre Identität aufgrund angeblicher Bedrohungen durch Syndikate der organisierten Kriminalität geheim gehalten werden müsse. Diese Bitte um Anonymität löste erhebliche Kontroversen aus, wobei Labour-Vertreter die Entscheidung der Koalition, die Anhörung geheim stattfinden zu lassen, entschieden missbilligten. Die Vereinbarung stellt einen bemerkenswerten Verstoß gegen langjährige Verpflichtungen im Rahmen der Rahmenbedingungen der Weltgesundheitsorganisation dar, die traditionell der öffentlichen Transparenz bei politischen Diskussionen im Zusammenhang mit Tabak den Vorrang eingeräumt haben.
Die Vertreter des Unternehmens legten Daten vor, die darauf hindeuten, dass illegale Zigarettenvertriebsnetze so stark angewachsen sind, dass sie mittlerweile eine existenzielle Bedrohung für den legalen Markt darstellen. Der Aussage von Philip Morris zufolge könnte die Verbreitung von Schmuggelprodukten den regulierten Tabaksektor innerhalb der nächsten sechs Jahre unrentabel machen, ohne dass die Regierung sofort eingreift und politische Anpassungen vornimmt – insbesondere im Hinblick auf die Verbrauchssteuer. Diese Prognose unterstreicht die Argumentation des Unternehmens, dass die aktuellen Regulierungsansätze eine grundlegende Umstrukturierung erfordern.


