Papst verurteilt „Allmachtswahn“, der den Krieg zwischen den USA und Israel im Iran vorantreibt

Papst Leo
Papst Leo In einer Ansprache während eines Gebetsgottesdienstes am Samstagabend forderte der Papst die politischen Führer auf, die Feindseligkeiten sofort einzustellen und eine friedliche Lösung auszuhandeln.
Die Worte des Papstes kamen zu einem Zeitpunkt, als die Kämpfe im Iran in den letzten Wochen eskalierten, mit schweren Opfern auf beiden Seiten und wachsenden Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit, dass der Konflikt außer Kontrolle geraten könnte. Die USA und Israel haben eine Reihe von Luftangriffen und andere Militäroperationen gegen iranische Ziele gestartet und sich dabei auf Teherans anhaltendes Atomprogramm und die Unterstützung regionaler Stellvertretergruppen berufen.
Aber der Papst kritisierte dieses aggressive Gehabe scharf und sagte, es entspringe einer „gefährlichen Täuschung“, dass die USA und Israel „Allmacht und totale Kontrolle“ über die Region erlangen könnten. Er warnte davor, dass dieser fehlgeleitete Glaube die politischen Führer für die menschlichen Kosten und die geopolitischen Folgen ihres Handelns blind macht.
„Der Weg des Krieges und der Herrschaft führt nur zu mehr Tod und Zerstörung“, sagte der Papst. „Es ist an der Zeit, dass die Machthaber einen Schritt zurücktreten, ihre Grenzen anerkennen und sich der schwierigen, aber notwendigen Arbeit der Diplomatie und Verhandlungen widmen.“
Die Äußerungen des Papstes spiegelten die Forderungen der Vereinten Nationen und anderer internationaler Gremien nach einem sofortigen Waffenstillstand und einer Rückkehr an den Verhandlungstisch wider. Die diplomatischen Bemühungen zur Lösung der Krise sind in den letzten Monaten weitgehend ins Stocken geraten, da beide Seiten in ihren Positionen verharren.
Der Papst äußerte jedoch die Hoffnung, dass politische Führer immer noch davon überzeugt werden könnten, sich für Frieden statt Krieg zu entscheiden. Er forderte sie auf, „auf die Schreie der Unschuldigen zu hören“ und daran zu arbeiten, „die Wunden des Konflikts durch Dialog und Kompromisse zu heilen“.
Die Botschaft des Papstes wurde als Zurechtweisung nicht nur der USA und Israels, sondern auch der Rolle Irans bei der Eskalation der Krise gesehen. Er forderte alle Parteien auf, „vom Abgrund Abstand zu nehmen“ und dem Wohlergehen der Zivilisten, die ins Kreuzfeuer geraten, Priorität einzuräumen.
Während die Welt die Lage im Iran mit wachsender Besorgnis beobachtet, könnte der leidenschaftliche Appell des Papstes für Frieden ein moralisches Leuchtfeuer inmitten des Nebels des Krieges sein. Ob es von den Machthabern beachtet wird, bleibt abzuwarten.
Quelle: Associated Press


