Schließungen von Postämtern bedrohen britische Gemeinden

Der Private-Equity-Eigentümer der ehemaligen WH-Smith-Filialen will bis zu 60 Postfilialen schließen, was Bedenken hinsichtlich „Postwüsten“ in ganz Großbritannien aufkommen lässt.
Exklusive Berichterstattung hat Entwicklungen hinsichtlich der Zukunft von Postfilialen an Einzelhandelsstandorten im gesamten Vereinigten Königreich enthüllt. Der Eigentümer des ehemaligen Hauptstraßengeschäfts von WH Smith strebt aktiv erhebliche Änderungen an bestehenden Verträgen mit der Post an, ein Schritt, der die Hürden für die Schließung von Filialen erheblich senken und möglicherweise die Postdienste in Gemeinden im ganzen Land neu gestalten würde.
TG Jones, der Einzelhandelsbetreiber, der die Hauptstraßenpräsenz von WH Smith nach einer großen Übernahme übernommen hat, verwaltet derzeit 180 Postschalter, die in seine Filialstandorte integriert sind. Branchenquellen deuten darauf hin, dass bis zu 60 dieser kritischen Gemeinschaftsdienste im Rahmen einer umfassenderen Umstrukturierungsinitiative von der Schließung bedroht sein könnten. Diese potenzielle Schließungswelle hat bei Verbraucherschützern, Postangestellten und Gemeindevorstehern die Alarmglocken läuten lassen, die die Folgen des Verlusts wesentlicher Dienstleistungen fürchten.
Modella, die Private-Equity-Firma, die die Umwandlung des traditionellen Einzelhandelsgeschäfts von WH Smith in die Marke TG Jones koordiniert hat, versucht, den vertraglichen Rahmen für den Postbetrieb in seinen Filialen neu zu verhandeln. Durch die vorgeschlagenen Änderungen würde das Unternehmen deutlich mehr Flexibilität bei der Entscheidung gewinnen, welche Filialen geöffnet bleiben und welche geschlossen werden könnten, eine Verschiebung, die das Risiko und die betriebliche Belastung, die zuvor zwischen Einzelhandelsbetreibern und Postbehörden aufgeteilt wurde, grundlegend verändert.
Quelle: The Guardian


