Schweres Beben erschüttert Indonesiens Molukkensee und fordert Todesopfer

Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,4 erschütterte die Molukkensee in Indonesien und forderte mindestens ein Todesopfer. Die ursprüngliche Tsunami-Warnung wurde aufgehoben, da die Behörden den Schaden beurteilten.
Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,4 erschütterte das Molukkenmeer im Norden Indonesiens, forderte mindestens einen Todesopfer und löste eine erste Tsunami-Warnung aus, die inzwischen aufgehoben wurde. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) ereignete sich das Beben in einer Tiefe von 27 Kilometern (17 Meilen), etwa 167 Kilometer (104 Meilen) nördlich der Stadt Sofifi in der Provinz Maluku
Indonesische Behörden berichteten, dass beim Einsturz eines Gebäudes in der Maluku-Stadt Ambon eine Person getötet und mehrere weitere verletzt wurden. Nach Angaben der National Disaster Mitigation Agency handelte es sich bei dem Opfer um eine Frau, die von den Trümmern eines Gebäudes zerquetscht wurde, das aufgrund der starken Erschütterungen einstürzte. Mehrere andere Gebäude wurden ebenfalls beschädigt, darunter Risse in Wänden und Dächern, es wurden jedoch bisher keine weiteren Todesopfer gemeldet.
Die erste Tsunami-Warnung wurde kurz nach dem Erdbeben herausgegeben, später jedoch aufgehoben, nachdem die Behörden zu dem Schluss kamen, dass keine nennenswerte Tsunami-Bedrohung bestehe. Anwohner in Küstengebieten wurden vorsorglich aufgefordert, in höher gelegene Gebiete zu ziehen.
Indonesiens Meteorologie, Klimatologie und Geophysik verzeichnete das Beben mit einer Stärke von 7,3, etwas niedriger als der USGS-Wert. Erdbeben dieser Stärke können insbesondere in dicht besiedelten Gebieten erhebliche Schäden anrichten.
Indonesien, ein Archipel mit mehr als 17.000 Inseln, ist aufgrund seiner Lage am Pazifik anfällig für Erdbeben und vulkanische Aktivitäten
Quelle: Deutsche Welle


