Bewahrung der palästinensischen Kultur durch Tatreez-Stickerei in Madrid

Ein palästinensischer Flüchtling teilt in Madrid die alte Kunst der „Tatreez“-Stickerei, die kulturelle Traditionen am Leben erhält und zum Widerstand anregt.
In einem gemütlichen Atelier im Herzen von Madrid sitzt eine Gruppe von Studenten um einen Tisch und führt mit ihren Händen gekonnt bunte Fäden durch zarte Stoffe. Hier lehrt Amaal Alkadasi, ein palästinensischer Flüchtling, die alte Kunst der „Tatreez“-Stickerei, eine Praxis, die zu einem starken Symbol für Kulturerhaltung und Widerstand geworden ist.
Tatreez, eine traditionelle palästinensische Handarbeitstechnik, wurde über Generationen weitergegeben, wobei jeder Stich von den Geschichten und Kämpfen des palästinensischen Volkes durchdrungen ist. Für Alkadasi geht es beim Teilen dieser Kunstform nicht nur darum, ein Handwerk zu vermitteln; Es ist eine Möglichkeit, ihre Schüler mit ihrem kulturellen Erbe und dem anhaltenden Geist ihres Heimatlandes zu verbinden.
„Tatreez ist nicht nur eine schöne Kunstform“, erklärt Alkadasi. „Es ist für uns eine Möglichkeit, unsere Identität, unseren Widerstand und unsere Verbindung zum Land auszudrücken. Jedes Muster, jede Farbe hat eine tiefere Bedeutung, die die Erfahrungen des palästinensischen Volkes widerspiegelt.“
Während die Schüler sorgfältig komplizierte Blumenmotive und geometrische Muster nähen, erlernen sie nicht nur eine neue Fähigkeit, sondern tauchen auch in die reiche kulturelle Vielfalt Palästinas ein. Alkadasi führt sie durch die Geschichte und Symbolik jedes Musters und teilt die Geschichten, die in das Leben ihres Volkes eingewoben sind.
Quelle: Al Jazeera


