Online verkaufte Primaten: Über 1.600 in den sozialen Medien gelistet

Neuer Bericht enthüllt, dass in nur sechs Wochen über 1.600 Primaten auf Facebook und TikTok zum Verkauf angeboten wurden, was die Risiken des Wildtierhandels und Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes aufdeckt.
Ein umfassender neuer Bericht hat einen besorgniserregenden Trend aufgedeckt, der sich über die wichtigsten Social-Media-Plattformen in den Vereinigten Staaten zieht: Der Online-Verkauf von Primaten hat dramatisch zugenommen, wobei Forscher während eines nur sechswöchigen Überwachungszeitraums im Jahr 2025 über 1.600 einzelne Primaten dokumentieren, die auf Facebook, TikTok und anderen digitalen Marktplätzen zum Kauf angeboten wurden. Diese alarmierende Entdeckung hat dringende Diskussionen unter Naturschutzexperten, Tierschützern und Wildtierschutzbeamten über die Notwendigkeit ausgelöst für strengere Vorschriften und Durchsetzungsmechanismen, um das zu bekämpfen, was viele als eine sich ausweitende Tierhandelskrise bezeichnen.
Der bahnbrechende Bericht mit dem offiziellen Titel „Primates for Purchase: The Surge in Sales on Social Media in the US“ wurde am Dienstag in Zusammenarbeit von drei prominenten Organisationen veröffentlicht, die sich dem Tierschutz und der Erhaltung widmen: der Association of Zoos and Aquariums (AZA), dem International Fund for Animal Welfare (IFAW) und dem World Wildlife Fund (WWF). Diese gemeinsame Initiative stellt eine der ersten umfassenden Untersuchungen zum Primatenhandel in sozialen Medien dar und liefert datengestützte Einblicke in den Umfang und die Natur dieses aufkommenden Problems. Die Ergebnisse haben bei politischen Entscheidungsträgern und Tierrechtsgruppen große Besorgnis hervorgerufen, die den Bericht als wesentlichen Beweis für die Befürwortung einer strengeren Aufsicht über Online-Verkäufe von Wildtieren betrachten.
Die Untersuchung zeigt nicht nur die schiere Menge an Primaten, die über digitale Kanäle vermarktet werden, sondern wirft auch kritische Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit auf, die mit dem Privatbesitz exotischer Tiere verbunden sind. Experten betonen, dass viele dieser Primaten an Einzelpersonen verkauft werden, die nicht über die entsprechende Ausbildung, Ausstattung oder Fachkenntnis verfügen, um sich um diese komplexen und oft gefährlichen Lebewesen zu kümmern. Die Praxis birgt zahlreiche Risiken, darunter die mögliche Übertragung von Krankheiten auf Menschen, aggressives Verhalten und schwere Vernachlässigung oder Misshandlung der Tiere selbst. Darüber hinaus wird die Tierschutzkrise, die aus unsachgemäßer Haltung in Gefangenschaft in Privathaushalten resultiert, zunehmend dokumentiert, wobei viele gerettete Primaten Anzeichen von psychischen Traumata und körperlichem Verfall aufweisen.


