Quantenmechanik stellt traditionelle Kausalität in Frage

Bahnbrechende Experimente zeigen die Fähigkeit, Quantenüberlagerungen von Ereignissen zu erzeugen, wodurch die Grenze zwischen Ursache und Wirkung in der Quantenmechanik verwischt wird.
Die Quantenmechanik, die grundlegende Theorie des Universums auf kleinsten Skalen, stellt seit langem unser intuitives Verständnis der Kausalität in Frage. Jüngste Experimente haben die Grenzen dieses Phänomens erweitert und legen nahe, dass die Reihenfolge der Ereignisse im Quantenbereich eine Frage der Wahrscheinlichkeit sein könnte.
Vor über einem Jahrzehnt zeigte ein bizarres Experiment, dass die Messung einer Hälfte eines Paares verschränkter Photonen das andere Photon rückwirkend dazu zwingen konnte, sich entweder als Teilchen oder als Welle zu verhalten, obwohl die Entscheidung bereits getroffen worden war. Dies warf die Frage auf, ob die Kausalität, das grundlegende Prinzip, dass Ursache der Wirkung vorausgeht, in der Quantenwelt wirklich gilt.
Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit haben Physiker dieses Phänomen aktiv untersucht. Vor ein paar Wochen berichteten sie über ein Experiment, das darauf hinzudeuten scheint, dass es möglich ist, Quantenüberlagerungen zweier verschiedener Ereignisreihen zu erzeugen, wodurch die Frage, ob A oder B zuerst passiert ist, im Wesentlichen eine Frage der Wahrscheinlichkeit ist.
Quelle: Ars Technica


